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Ostprignitz-Ruppin Kein Streik in der Fehrbelliner Kakaofabrik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kein Streik in der Fehrbelliner Kakaofabrik
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22:48 15.10.2015
Lecker: In Fehrbellin wird für viele große Hersteller Kakaomasse produziert. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Der Kakaofabrik Euromar in Fehrbellin droht wegen der Forderungen der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), endlich Tarifverhandlungen für die gut 120 Beschäftigten aufzunehmen, vorerst kein Warnstreik. „Wir sind kontinuierlich in internen Verhandlungen mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern“, sagte am Donnerstag Frank von Waaden, Personalchef der Kakaofabrik. Demnach geht die Geschäftsführung davon aus, dass sie bis Anfang November alle Fragen zu dem Thema beantwortet hat.

Soll heißen: Das Unternehmen setzt auf individuelle Verträge mit den Beschäftigten – ohne die Gewerkschaft einzubeziehen und ohne einen für alle Mitarbeiter geltenden Tarifvertrag abzuschließen. Genau das hatten die NGG und rund 60 Beschäftigte jedoch Anfang Juni bei einer lautstarken Aktion vor den Türen von Euromar im Fehrbelliner Gewerbegebiet gefordert. Denn laut der Gewerkschaft liegten die Löhne in der Kakaofabrik zwischen 16 und 22 Prozent unter denen der ostdeutschen Süßwarenindustrie. Zudem müssten die Mitarbeiter von Euromar zwischen 40 und 48 Stunden die Woche arbeiten, hieß es. Deshalb war ebenfalls eine 38-Stunden-Woche gefordert worden (die MAZ berichtete).

Geschäftsführer will Gewerkschaften raushalten

Peter Johnsen, der aus den USA stammende Eigentümer der Kakaofabrik, hatte allerdings von Anfang an klar gestellt, dass er zwar bereit ist, über höhere Löhne zu reden – aber ohne Gewerkschaften. Dieses Vorgehen ist in Amerika durchaus üblich. In Deutschland sind für Tarifangelegenheiten indes die Gewerkschaften zuständig. Gleichwohl verhandelt die Geschäftsführung von Euromar derzeit mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern selbst. Diese Taktik scheint aufzugehen. Zwar war im Sommer immer wieder mal die Rede davon, dass ein Warnstreik bei der Kakaofabrik unmittelbar bevorstehen würde. Doch „wir haben im Moment keine Hinweise, dass es dazu kommt“, sagte am Donnerstag Personalchef von Waaden.

Möglicherweise liegt das auch daran, dass der von der Kakaofabrik gezahlte Lohn in der Region durchaus als hoch gilt. Das hatte zumindest Firmenchef Johnsen behauptet und auch darauf verwiesen, dass die Mitarbeiter 30 Tage bezahlten Urlaub und kostenlose Mahlzeiten erhalten.

Von Andreas Vogel

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