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Keine Angst vorm Sprachengewirr

Wusterhausen Keine Angst vorm Sprachengewirr

Die neue Wusterhausener Kita „Klempower Seesterne“ zieht nach einem halben Jahr Betrieb ein ganz überwiegend positives Fazit. Die Kinder aus unterschiedlichen Kulturen kommen bestens miteinander zurecht. Noch ist die Einrichtung allerdings erst zur Hälfte belegt.

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Idylle am Wusterhausener Seeufer: Für die Kinder spielt ihre Herkunft im Kita-Alltag keine Rolle.

Quelle: Alexander Beckmann

Wusterhausen. Ein halbes Jahr hatten Kinder und Betreuer in der Wusterhausener Kita „Klempower Seesterne“ inzwischen Zeit, sich in der neuen Einrichtung direkt am Seeufer einzuleben. Die Kitaleiterin Sigrid Bandikow ist nach wie vor begeistert: „Es ist ein schönes Arbeiten hier. Dafür müssen andere in den Urlaub fahren, und für mich ist es der Arbeitsplatz.“

Kitaleiterin Sigrid Bandikow ist von der vielfältigen Kreativität der Kinder begeistert

Kitaleiterin Sigrid Bandikow ist von der vielfältigen Kreativität der Kinder begeistert.

Quelle: Alexander Beckmann

Anfang März hatte der Landkreis als Träger die neue Kita in einem Gebäude auf dem Gelände des einstigen Mutter-Kind-Kurheims eröffnet. Ein Anlass war die erhöhte Nachfrage nach Betreuungsplätzen durch die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in der Stadt.

„Wir freuen uns über jedes neue Kind – ob Hort, Krippe oder Kita“, betont Sigrid Bandikow. Derzeit sei etwa die Hälfte der gut 50 Plätze besetzt. „Die Bedingungen sind hervorragend“, wirbt sie für ihre Einrichtung und verweist unter anderem auf das Gebäude, das große Freigelände, das Strandbad ganz in der Nähe und auf die umliegenden Wanderwege. „Wir sind fast immer draußen unterwegs.“

Viele Sprachen, schnelles Lernen

Die Kita befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Wusterhau­sener Übergangswohnheim für Flüchtlinge. Dass die Kinder also neben Deutsch noch viele andere Sprachen sprechen, hat Sigrid Bandikow bisher eher als Bereicherung erlebt: „Die Kinder untereinander haben überhaupt keine Probleme. Sie lernen unglaublich schnell.“ Zur Not übersetze der eine für den anderen. „Sogar ein bisschen Englisch habe ich schon gelernt.“

Das erste halbe Jahr sei jedenfalls bestens gelaufen: „Es war natürlich für uns alle Neuland: Wie geht man mit Menschen aus anderen Kulturen um? Aber es war ganz unkompliziert. Die Eltern sind so freundlich. Sie helfen sich untereinander. Das ist ein tolles soziales Verhältnis. Deshalb bin ich immer traurig, wenn es heißt: Sie ziehen wieder weg.“

Hohe Nachfrage im Hortbereich

Die Kitaleiterin geht davon aus, dass sich die Zahl der betreuten Kinder in den nächsten Monaten weiter erhöht. Als zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde Wusterhausen teilt Jürgen Gottschalk diese Erwartung: „Die Nachfrage ist grundsätzlich da. Vor allem im Hortbereich ist die Auslastung im Moment sehr hoch.“ Besonders beliebt sei dabei die Kita „Regenbogen“ mit ihrer Nähe zur Schule. „Aber wir würden es natürlich begrüßen, wenn sich Eltern auch für die Kita in der Seestraße entscheiden würden“, sagt Jürgen Gottschalk.

Von Alexander Beckmann

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