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Ostprignitz-Ruppin Keine Bibliotheksfusion in Neustadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Keine Bibliotheksfusion in Neustadt
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00:17 22.05.2016
Verworfene Idee: Das einstige Hotel am Landgestüt könnte die Bibliothek aufnehmen. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Die öffentliche Bibliothek in der Neustädter Schule soll da bleiben, wo sie ist. Das ist zumindest die Meinung der Mehrheit des Hauptausschusses des Amtes. Das Gremium befasste sich am Dienstag mit der Idee, die Bibliothek ins Landgestüt zu verlegen.

Gesprochen wurde darüber seit Jahren. Da war noch die Stadt Neustadt Träger der Bibliothek. Inzwischen hat das Amt die Aufgabe übernommen.

Gestütsgeschäftsführerin Regine Ebert erinnerte am Dienstag, dass ursprünglich der Raumbedarf in der Prinz-von-Homburg-Schule Anlass für die Umzugsidee gewesen sei. Die öffentlichen Literaturbestände und die kleine fachliche Sammlung des Gestütes sollten einander ergänzen. Für beide Teile wären mit gemeinsamem Personal bessere Öffnungszeiten möglich.

Das ehemalige Hotel soll saniert werden

Als Standort habe das Gestüt das ehemalige Hotel am Landgestüt im Sinn, so Regine Ebert. Mit einer Sanierung des Gebäudes sei frühestens 2017 zu rechnen. Nachdem eine gastronomische Nutzung des Hauses kaum noch in Aussicht stehe, suche man derzeit ein neues Nutzungskonzept – zum Beispiel eben als Bibliothek.

In der Schule sieht man diese Idee inzwischen aber eher skeptisch. „Viele Kollegen befürchten, dass die Kinder den Weg in die Bibliothek nicht mehr auf sich nehmen, wenn diese an einem entfernten Ort ist“, schrieb Schulleiter Ronald Roggelin an die Amtsverwaltung. Die Bibliothek direkt im Haus sei ein wichtiger Vorteil.

Der Umzug wäre mit zusätzlichen Kosten verbunden

Die im Hauptausschuss vertretenen Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden schlossen sich dieser Auffassung an. Außerdem wäre ein Umzug mit zusätzlichen Kosten verbunden. „Da kommt einiges auf uns zu. Wir können uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“, warnte Hermann Haacke aus Sieversdorf. Schließlich müsste das Amt für die Räume Miete ans Gestüt zahlen. Die Amtsverwaltung rechnet mit rund 8000 Euro im Jahr.

„Wir müssen uns an die Bedingungen unseres Haushalts halten“, befand auch Reinhard Neumann aus Breddin.

Der Ausschussvorsitzende Karl Tedsen aus Neustadt forderte, die Augen nicht vor der Realität zu verschließen: „Die Hauptnutzer der Bibliothek sind derzeit ganz deutlich die Schüler.“ Damit sei der aktuelle Standort ideal. Tedsen bezweifelt, dass die Nutzung der Fachbibliothek des Gestütes diesen Vorteil aufwiegt.

Grundsätzlich Sympathie für die Idee geäußert

Sigrid Schumacher aus Lohm hingegen äußerte grundsätzlich Sympathie für die Idee, „aber vorn an der Straße“. Das einstige Verwaltungsgebäude an der Havelberger Straße war ursprünglich für die Bibliothek im Gespräch gewesen. Das ehemalige Hotel bewertet Sigrid Schumacher als nicht ideal.

Bernd Schindler aus Dreetz hält die Diskussion grundsätzlich für verfrüht. Die weitere Entwicklung der Schule bleibe abzuwarten. „Vielleicht brauchen wir die Räume dann doch noch.“

Doch die Geschäftsführerin des Gestütes hielt eine Entscheidung für angebracht. Man arbeite derzeit an einem Konzept für die Sanierung des Hauses. „In zwei Jahren ist der Standort für dieses Vorhaben sicherlich nicht mehr verfügbar“, sagte Regine Ebert.

Am Ende sprach sich der Hauptausschuss gegen den Umzug der Bibliothek aus. Die endgültige Entscheidung trifft der Amtsausschuss am 6. Juni.

Von Alexander Beckmann

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