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Ostprignitz-Ruppin Keine Blutspenden mehr in Dranse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Keine Blutspenden mehr in Dranse
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16:58 12.01.2018
Achim Masuhr bei der Blutspende am Freitagnachmittag im Wittstocker BBM-Markt. Rechts: Schwester Heidemarie Siebert. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

In Dranse wird es in diesem Jahr keine Blutspendetermine geben. Das kündigte Manuela Sterna, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, am Freitag an. Der Grund: Dort hätten sich in der Vergangenheit einfach zu wenige Spender gemeldet. Wer im Raum Dranse lebt und künftig Blut spenden möchte, werde zu diesem Zweck nach Wittstock eingeladen. In der Dossestadt und der Gemeinde Heiligengrabe seien in diesem Jahr 21 Termine geplant – 2017 waren es 24.

Die im vergangenen Jahr anvisierte Zahl der Blutspenden sei im Raum Wittstock nicht ganz erfüllt worden. Statt der gewünschten 1080 Spenden seien 989 tatsächlich zustande gekommen, 31 Spender kamen neu hinzu. Angesichts dieser Situation sei die Planungszahl für dieses Jahr ebenfalls etwas nach unten korrigiert worden und liege nun bei 970 Spenden.

Aktiver Dezember, ruhiger Januar

„Im Dezember sind die Leute beim Blutspenden immer sehr aktiv. Im Januar hingegen geht es deutlich zurück“, sagt Manuela Sterna. Immerhin sei die Versorgungssituation mit Blutkonserven momentan noch ganz gut – eben durch die vielen Sondertermine vor den Feiertagen. „Da haben wir einen gewissen Vorlauf.“ Wie sich die Situation entwickelt, falls vielleicht noch eine Erkältungswelle ins Rollen kommt, kann sie natürlich nicht abschätzen. Erfahrungsgemäß würden dann viele Spender ausfallen.

Um weitere Blutspender zu gewinnen und das Engagement der vorhandenen noch etwas stärker zu unterstützen, wird in diesem Jahr sogar eine Kreuzfahrt für zwei Personen zu den Kanarischen Inseln verlost – genau genommen, seien es sogar drei solcher Schiffsreisen – jeweils eine für Sachsen, für Nordrhein-Westfalen und für Berlin/Brandenburg.

Alle Blutspenden aus Deutschland

Der Blutspendedienst sei immer bemüht, die regionalen Krankenhäuser auch mit Blutspenden aus der Region zu versorgen. Sollte die Menge jedoch nicht ausreichen, müsse das Stammhaus in Baden-Württemberg aushelfen und die Lücke füllen. „Alle unsere Blutspenden kommen aus Deutschland“, betont Manuela Sterna.

Am Freitagnachmittag hatten Blutspender im BBM-Markt in Wittstock Gelegenheit für einen Aderlass. Zwei Liegen standen für die Spender bereit. Für Achim Masuhr war es mittlerweile das 15. Mal. „Blut wird gebraucht, also machen wir das“, sagt er ganz pragmatisch und nimmt die Prozedur gern in Kauf. „Es ist ja auch gesund für den Körper.“ Die 500 Milliliter sind schnell entnommen. „Das war’s, Dankeschön. Beim nächsten Mal wünschen wir uns dann schon schöne Ostern“, verabschiedete sich Schwester Heidemarie Siebert und wies darauf hin, dass es zur Stärkung noch etwas zu essen gibt.

Kurze Wartezeiten in Kyritz

Und wie sieht es anderswo aus? Der erste 2017er Blutspendetermin zu Beginn der Woche im Kyritzer Mehrgenerationenhaus war am Montag gut besucht. Ab und an mussten die Spender sogar kurze Wartezeiten in Kauf nehmen. „Wir sind zufrieden“, lautete am Abend die Einschätzung von Katja Thiemann. Sie leitet das Blutspendeteam des Deutschen Roten Kreuzes, das in Kyritz am Montag innerhalb von dreieinhalb Stunden 67 Spender willkommen hieß.

An jedem Werktag benötige der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in den Regionen Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Schleswig-Holstein rund 1900 Blutspenden, davon allein in Berlin und Brandenburg 650, um die Patientenversorgung mit den lebensrettenden Blutpräparaten kontinuierlich gewährleisten zu können. Bundesweit würden täglich 15 000 Blutspenden benötigt, so Manuela Sterna.

Blutspender sollten bei der Erstspende zwischen 18 und 65 Jahre alt und gesund sein. Gespendet werden könne dann bis zu einem Alter von 73 Jahren, sofern es die Gesundheit zulässt.

Von Björn Wagener

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