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Keine Position zur Windkraft in Gumtow

Neue Runde für Beschluss Keine Position zur Windkraft in Gumtow

Gumtow macht Kasse mit Windkraftanlagen. Mehr als 300000 Euro Gewerbesteuern sind seit gut 15 Jahren eingespielt worden. Nun stehen mögliche Erweiterungen in der Diskussion. Doch die Gemeindevertreter von Gumtow haben sich jüngst noch nicht zum künftigen Umgang mit Anträgen zum Thema positioniert. Deshalb macht der Beschluss erneut die Runde.

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Die Gumtower wollen ein Regelwerk, nachdem sie weitere Windkraftanlagen genehmigen.

Quelle: Beckmann

Gumtow. 96 Windkraftanlagen stehen aktuell in der Gemeinde Gumtow. Die ältesten davon wurden etwa vor 15 Jahren gebaut. Die Gemeinde nahm seitdem Gewerbesteuern im Bereich Windkraft in Höhe von etwa 313 000 Euro ein.

Das ist für den Vehliner Norbert Ebel keine besonders große Ausbeute. Zumal in diesem Betrag auch Gewerbesteuervorauszahlungen in nicht unerheblicher Höhe enthalten sind. Das hat Ebel von Bürgermeister Stefan Freimark erfahren. Im Vorfeld der jüngsten Gemeindevertretersitzung stellte der Vehliner schriftlich beim Bürgermeister Fragen, die bei der Sitzung beantwortet werden sollten. In der Versammlung ging es um den Beschluss darüber, wie sich die Gemeindevertreter künftig bei Anträgen in Sachen Windkraft positionieren wollen. Fünf Kriterien für künftige Zustimmungen sollten beschlossen werden. Angeregt wurde das von Helmut Adamaschek (Bürger für Gumtow) bereits bei einer früheren Sitzung.

Nun lag eine Vorlage auf dem Tisch, die von Adamaschek und Freimark ausgearbeitet worden war. Darin wird unter anderem gefordert, dass der Mindestabstand zu Wohnhäusern die sechsfache Höhe der Windkraftanlagen, mindestens aber 1000 Meter betragen muss, wenn die Gemeindevertreter ihr Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilen sollen. Schon dieser Punkt hätte mit den folgenden Beschlüssen der Sitzung zum geplanten Repowering im Windpark Demerthin kollidiert, die bereits aus dem Jahr 2013 stammen. Denn nicht bei allen Anlagen werden die 1000 Meter eingehalten. Auch deshalb wurden die Kriterien zur erneuten Beratung in den Hauptausschuss verwiesen.

Das galt ebenso für die Petition der Gemeindevertreter ans Land zum künftigen Bau von Windkraftanlagen. Darin werden die angeregten Punkte ausführlich erklärt. Neben den Mindestabständen geht es um die optische Bedrängungswirkung der Türme, die per Einwohnerbefragung zu ermitteln ist. Außerdem wird angeregt, dass die Bürger der Gemeinde die Möglichkeit haben sollen, sich an der Windkraftanlage finanziell zu beteiligen, weil bisher nur die Betreiber und die Grundstücksbesitzer, auf deren Flächen die Türme stehen, davon profitieren würden, heißt es in der Petition. Gefordert wird außerdem eine gesetzliche Regelung, nach der Einwohnern des nächstgelegenen Ortes vom Betreiber der Anlagen vergünstigte Energiepreise anzubieten sind. Im letzten Punkt geht es um den Sitz des Unternehmens in der betroffenen Gemeinde, damit sie auch die Gewerbesteuern erhält.

Von Sandra Bels

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