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Keine guten Gedanken für Wittstock

Errichtung von Spenden-Baum abgelehnt Keine guten Gedanken für Wittstock

Er ist als origineller Spendenautomat erdacht worden, der „Yubidu-Baum“ von Andreas Bogisch. Für einen Euro kann man drüber gute Gedanken versenden. Das Geld kommt dann gemeinnützigen Vereinen zugute. Doch vielleicht wird der Baum niemals neben dem Wittstocker McDonalds errichtet werden. Der Bauausschuss hat ihn abgelehnt mit Verweis auf einen wichtigen Punkt.

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Skizzen: So soll der Yubidu-Baum aussehen.

Quelle: privat

Wittstock. „Ein Yubidu-Baum, was soll das denn bitteschön sein?“, kamen die Mitglieder des Wittstocker Bauausschusses bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend ins Grübeln. Den will nämlich ein Cottbuser Planungsbüro im Auftrag eines Erfurter Unternehmers neben dem McDonalds-Restaurant an der Pritzwalker Straße errichten.

Andreas Bogisch hat den „Yubidu-Baum“ erfunden und will ihn in Wittstock errichten

Andreas Bogisch hat den „Yubidu-Baum“ erfunden und will ihn in Wittstock errichten.

Quelle: Privat

So wundersam der Name klingt, so wundersam ist auch das Projekt von Investor und „Yubidu-Baum“-Erfinder Andreas Bogisch. Der fast acht Meter hohe Automat in Gestalt eines Kunststoffbaumes soll gute Gedanken in die Welt senden. Dazu werfen Kunden einen Euro in das Gerät und können dann Wünsche und gute Gedanken für ihre Liebsten aufschreiben und lossenden. „Man muss schon dran Glauben“, erklärt Bogisch. Oder zumindest dem guten Zeck dienen wollen, denn der Erlös soll gemeinnützigen Vereinen in der Region zukommen. Gut 100 000 Euro ist der Investor bereit, für den Baum zu investieren. Auch der Betreiber des McDonalds-Restaurants, ein guter Bekannter des Erfurters, soll von der Idee begeistert sein. Nur eben der Bauausschuss nicht, der hat das Ansinnen nämlich abgelehnt.

Investor muss Standort überdenken

„Gegen die Idee ist nichts einzuwenden“, erläutert Stadtplanerin Sabine Henschke. Jedoch sei die dafür ausgeguckte Fläche falsch gewählt. Die ist laut Flächennutzungsplan in erster Linie für den Verkauf von Fahrzeugen vorgesehen und nicht den von guten Gedanken. „Wenn der Investor den Baum auf dem McDonalds-Grundstück errichten würde, wäre alles OK“, bemerkt Henschke. Doch als Hauptnutzer des vorgesehenen Areals komme das Gerät nicht in Frage, eine Umwidmung der Nutzfläche erfordere zu hohen bürokratischen Aufwandt.

Enttäuscht über den Beschluss zeigt sich Bogisch im Gespräch mit der MAZ. „Der Baum wäre einzigartig in Deutschland und würde bestimmt eine kleine Attraktion werden“, wirbt er für sein Projekt. Das ist für Wittstock übrigens noch nicht gestorben, denn Bogisch überlegt nun, den Baum an anderer Stelle zu errichten.

Von Christian Bark

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