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Ostprignitz-Ruppin Kellers schwarze Löcher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kellers schwarze Löcher
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02:15 22.08.2015
Manfred Gaetke (l.) und Horst Schober an einem Schlagloch. Quelle: Christian Schmettow
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Keller

Der Ortsvorsteher von Keller denkt pragmatisch: „Wenn man eine große Lampe am neuen Flughafen einsparte, könnte man mit dem Geld unsere Straße sanieren“, glaubt Manfred Gaetke. Seit 20 Jahren streitet der 74-Jährige für eine neue Ortsdurchfahrt. Seit Jahren klaffen große Schlaglöcher in der Landesstraße zwischen Lindow und Gransee, die nur notdürftig geflickt werden. Weil die Straße schnurgerade durchs Dorf führt, fahren zudem viele Autos schneller als erlaubt. „Da klappern jedes Mal die Gläser im Schrank“, schimpft Horst Schober, desen Haus ein ganzes Stück von der Straße entfernt steht.

Dass er noch einen Neubau der Straße erlebt, glaubt Manfred Gaetke fast nicht mehr – zu weit hinten steht Keller auf der Liste des Landesamtes für Straßenwesen. Er wünscht sich aber eine Reparatur der Schlaglöcher, die länger hält als bis zum nächsten Winter. Auf der B 167 würden beispielsweise Streifen ausgefräst, statt nur Asphalt ins Loch zu kippen.

Andrea Hartung vom Landesamt verspricht aus MAZ-Anfrage, zusammen mit der Straßenmeisterei zu prüfen, ob 2016 eine nachhaltigere Reparaturmethode in Keller möglich ist. Das zur Verfügung stehende Geld reiche hinten und vorne nicht für die vielen schadhaften Straßen im Land.

Wenigstens sieht man die in Keller nachts nicht mehr. Etliche Straßenlampen entlang der Ortsdurchfahrt sind inzwischen so von den Baumkronen umwachsen, dass sie allenfalls noch die Vogelnester beleuchten, nicht aber den Gehsteig. Früher hätten die Anwohner die Lampen vor ihrem Haus einfach selbst freigeschnitten. Doch heute ist das nur noch der zuständigen Behörde erlaubt.

Von Christian Schmettow

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