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Keramiker darf im Pariser Rathaus ausstellen

Rheinsberg Keramiker darf im Pariser Rathaus ausstellen

Hendrik Schink war noch nie in Frankreich. Nun darf der Keramiker sogar einige Porträts, die er aus Keramik geschaffen hat, im Pariser Rathaus ausstellen. Schink, der in Neuruppin geboren wurde, bekennender Rheinsberger ist und mit einer Kollegin eine Ateliergemeinschaft in Berlin hat, freut sich ungemein darauf. Schließlich wird die Schau von der Pariser Bürgermeisterin eröffnet.

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Diese Porträts, die Hendrik Schink aus Porzellan geschaffen hat, werden ab 6. September im Pariser Rathaus zu sehen sein.

Quelle: Hendrik Schink

Rheinsberg. „Paris ruft.“ Hendrik Schink kann es selbst immer noch kaum recht fassen. „Ich war noch nie in Frankreich“, sagte der Keramiker am Mittwoch. Doch nun ist es so weit. Am 6. September wird Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, im Rathaus eine Ausstellung eröffnen, in der auch drei Porträts zu sehen sein werden, die Hendrik Schink geschaffen hat.

Ausgangspunkt war eine Ausstellung in Berlin

Wie es dazu kam, ist schnell erzählt. Schink, der 1960 in Neuruppin geboren wurde, ist zwar ein bekennender Rheinsberger. Doch der Keramiker fühlt sich ebenfalls in Berlin zu Hause. Denn in der Hauptstadt betreibt Schink eine Ateliergemeinschaft mit einer Kollegin – und da der Rheinsberger also oft in Berlin ist, stellte er im vergangenen Frühjahr auch einige seiner Werke im dortigen Kulturforum aus. „Da waren ebenfalls französische Künstler dabei“, sagt Schink. Die Ausstellung im Pariser Rathaus sei nun also eine Art Gegeneinladung – so einfach ist die Erklärung.

Gleichwohl ist bei Schink die Freude über die Einladung nach Paris riesig. Der Rheinsberger will nicht allein zur Eröffnung der Ausstellung ins Pariser Rathaus fliegen, sondern gleich noch ein paar Tage bleiben, um die französische Hauptstadt zu erkunden. Zum einen will er sich dort mit Freunden treffen, die witzigerweise zur selben Zeit gerade in Paris sind. Zum anderen will Schink unbedingt ein kleines Museum in der Nähe des Centre Pompidou besuchen, das Werke von seinem Lieblingsbildhauer zeigt. „Den kennt kaum einer“, vermutet Schink. Handelt es sich doch um Constantin Brancusi.

Sein Lieblingsbildhauer ist Constantin Brancusi

Dabei zählt der Bildhauer und Fotograf, der 1876 in Rumänien geboren wurde und 1957 in Paris starb, zu den prägenden Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Die plastischen Arbeiten von Brancusi in Bronze, Marmor, Holz und Gips zeigen häufig abstrakte, eiförmige Köpfe und fliegende Vögel, die der Avantgarde in der bildenden Kunst zugeschrieben werden. Der individuelle Stil von Brancusi war dabei sowohl von afrikanischer als auch rumänischer Volkskunst beeinflusst. Brancusi bewunderte nicht nur den franzöischen Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin (1840 – 1917), sondern kannte ihn auch. Zudem verband Brancusi eine enge Freundschaft mit dem französischen Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer Henri Matisse (1869 – 1954) sowie mit dem italienischen Zeichner, Maler und Bildhauer Amedeo Modigliani (1884 – 1920).

Die Vorlage für die Porträts lieferte Paul Gauguin

Die Idee zu den drei Porträts, die Schink aus Porzellan geschaffen hat und die nun bis Ende September im Pariser Rathaus zu sehen sein werden, entstammen übrigens einer Erinnerung aus Kindertagen. Denn im Hause der Eltern hing ein Foto von einem Bild, das Paul Gauguin (1848 – 1903) gemalt hatte, das Schink nie aus dem Kopf gegangen war. „Manche Bilder bleiben einfach hängen.“ Für Hendrik Schink war klar, dass er mit dieser Erinnerung etwas anfangen musste. Mit den drei Köpfen hatte er auch schon vor einiger Zeit begonnen, aber die Feinarbeit, der letzte Schliff, der wurde erst in diesem Jahr fertigt – gerade rechtzeitig für die Ausstellung in der französischen Hauptstadt.

Von Andreas Vogel

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