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Ostprignitz-Ruppin Kfz-Mechaniker will Mister Handwerk werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kfz-Mechaniker will Mister Handwerk werden
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14:06 08.03.2017
Durchtrainiert und mit einer riesigen Ratsche ziert Leon im September ein Kalenderblatt. Quelle: Werbefotografie Weiss
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Walsleben

So viel Rummel ist er gar nicht gewohnt, erzählt Leon. Seitdem bekannt ist, dass der Kfz-Mechatroniker aus Walsleben „Mister Handwerk 2017“ werden will, kamen schon einige Pressevertreter in die Werkstatt seines Vaters.

Leon Pethke, 26 Jahre alt und gelernter Kfz-Mechatronik-Meister, ziert im September den Kalender von Germany’s Power People (zu deutsch etwa: Deutschlands Menschen mit Kraft).

Das Schrauben in die Wiege gelegt

Leon selbst musste man nie für den Beruf des Fahrzeugmechatronikers begeistern. Schon mit 13 Jahren begann er mit dem Schrauben und half in der väterlichen Werkstatt, bis er 2006 mit seiner Ausbildung bei einem Neuruppiner Autohaus begann. In der Familien-Werkstatt wollte er nicht in die Lehre gehen. „Ich wollte einfach mal was Neues machen“, sagt er. Dennoch spielt er mit dem Gedanken die Werkstatt eines Tages zu übernehmen. Ein kleine Tradition. Sein Großvater baute die Werkstatt auf.

Im Alltag ist Leon zumeist in seiner Arbeitskleidung und in der Werkstatt seines Vaters anzutreffen. Quelle: Peter Geisler

Durch den Wettbewerb kann er nun das Handwerk präsentieren, freut sich Leon. „Es fehlt an Nachwuchs“, gibt er unumwunden zu. „Und so kann man auch zeigen, dass der Beruf interessant ist“. Bei Leon dreht sich aber auch privat viel um die Pferdestärken. Sei es bei den Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr, der er seit vier Jahren angehört, oder sei es bei seinem kleinen 125-Kubikzentimeter-Moped. Im Sommer würde er gern noch den Führerschein für eine große Maschine machen.

Reifenwechsel als Fitnessübung

Zwei Fotos und seine Schwester haben dafür gesorgt, dass er zur Wahl des „Mister Handwerk“ antritt. Seine ältere Schwester, Angestellte bei der Magdeburger Handwerkskammer, stieß durch Zufall auf den Wettbewerb und ermunterte ihren Bruder sich zu bewerben. „Meine Schwester kennt ja meine Eigenheiten“, sagt Leon und schmunzelt. Eitel ist er nicht, achtet aber schon auf sein Äußeres und auf seinen Körper.

Beim Krafttraining kommt ihm auch seine Arbeit zugute. Neben der Werkstatt sind Pethkes auch für die Wartung von riesigen Gabelstaplern zuständig. Ein Reifenwechsel artet schnell mal in eine Fitnessübung aus. „Die messen so eineinhalb Meter“, erzählt Leon. Ansonsten greift Leon beim Training aber auf die herkömmlichen Methoden zurück. Sobald er die Bewerbungsfotos eingeschickt hatte, konnten Freunde, Familie und Unterstützer für den jungen Walslebener auf einer Online-Plattform abstimmen. Er schaffte es unter die letzten 18 männlichen Bewerber und wurde nach Düsseldorf zum Kalender-Foto-Shooting eingeladen. „Das war anstrengend“, offenbart der Kfz-Mechatroniker. „Den Kopf so drehen, das anspannen, so stehen“, beschreibt er die Arbeit des Fotomodells. Die Anstrengung hat sich gelohnt. Mit seinem Bild überzeugte er die Jury, die ihn eine Runde weiter wählte. „Das war vielleicht meine Ausstrahlung“, vermutet der 26-Jährige und lacht.

Entscheidung fällt am 8. März

Insgesamt haben sich 122 junge Handwerker*innen beworben. Die Voraussetzung war ein handwerklicher Beruf wie Bäcker, Friseur, Tischler oder Maler. „In einem handwerklichen Beruf gibt es auch Aufstiegschancen“, ist Leon überzeugt. Er selbst hat die zehnte Klasse abgeschlossen und nach seiner Ausbildung noch den Meister gemacht. Mit dem Wettbewerb möchte Leon zeigen, dass der handwerkliche Beruf gerade diese Aufstiegschancen bereit hält.

Nun geht es darum, den Titel „Mister Handwerk“ zu gewinnen. Wer für Leon Pethke abstimmen wollte, konnte das auf der Internetseite des Handwerksblattes unter der Kategorie Panorama tun. Mit einem Stimmenvorsprung hat der Walslebener laut den Regeln einen kleinen Vorteil. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch die Jury am 8. März auf der Internationalen Handwerksmesse in München.

Von Lisa Neumann

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