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Kinder bringen Farbe nach Lögow

Aktion in der Flüchtlingsunterkunft Kinder bringen Farbe nach Lögow

Mit viel Farbe und einer Riesenportion Enthusiasmus bemalten Kinder von Flüchtlingen und Einheimischen am Mittwoch den Gemeinschaftsraum des Lögower Wohnverbundes für Flüchtlinge. Das Ergebnis mag chaotisch wirken, doch ausschlaggebend war sowieso der gemeinsame Spaß.

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Mit wachsender Begeisterung brachten die Mädchen und Jungen Farbe an die Wände des Gemeinschaftsraumes.

Quelle: Alexander Beckmann

Lögow. Nüchtern betrachtet wird das Ergebnis wohl keinen Kunstpreis gewinnen. Kinder von Flüchtlingen und Einheimischen machten sich am Mittwoch in Lögow daran, die Wände des Gemeinschaftsraumes der Flüchtlingsunterkunft zu gestalten. Mit Friederike Meintke, die im Ort ein Atelier betreibt, war sogar eine echte Expertin mit von der Partie. Vorsichtig entstanden erste Formen. Und dann ging mit den Jungen und Mädchen offenbar die Begeisterung durch. Sogar Decke und Fußboden bekamen ordentlich Farbe ab.

„Man kann ja beliebig drübermalen“, lautete der etwas skeptische Kommentar von Sozialarbeiterin Kathrin Koschinski. Für Malerin Friederike Meintke war das zweitrangig: „Das Wichtigste ist, dass die Kinder einen schönen Tag hatten und das mit den Lögower Kindern zusammen. Die Akteure sollen sagen können: Wir haben das gemacht – gemeinsam.“

Inzwischen leben in den zu Flüchtlingsunterkünften umfunktionierten Lögower Wohnungen rund 100 Menschen. Über 40 davon sind Kinder. Sie kamen mit ihren Familien aus Syrien und Tschetschenien.

Und laut Sozialarbeiterin Anke Lüder werden noch Geburten erwartet. „Wir sind kinderreich“, scherzt sie. Für ehrenamtliche Unterstützung wie die von Friederike Meintke ist sie äußerst dankbar. Längst habe man dafür im Dorf und in der Umgebung feste Partner gefunden – beispielsweise für die Hausaufgabenbetreuung oder für Bastelstunden. Anke Lüder erwähnt Uta Hempel aus Dabergotz, Hildegard Schulz aus Lögow und Dorothea Steller aus Walsleben. „Nicht vergessen dürfen wir unsere Familie Krieger und Andrea Horn. Die haben sogar schon Sammlungen organisiert. Wir haben aus Lögow ein ganz gutes Feedback bekommen“, freut sich die Flüchtlingsbetreuerin. „Es ist sicher schwierig für die Einheimischen. Aber wir suchen immer ein gutes Miteinander.“ Kathrin Koschinski erwähnt Ideen für ein Begegnungscafé oder auch ein gemeinsames Kochen. Die Versorgung der Flüchtlinge funktioniere zufriedenstellend. Lögow habe schließlich eine recht gute Verkehrsanbindung.

Nach der lautstarken Farborgie zog im Gemeinschaftsraum am Mittwoch bald wieder Ruhe ein. Vor allem Mädchen versammelten sich zum Basteln und Malen – eine bunte Gruppe und fast schon eine Gemeinschaft.

Von Alexander Beckmann

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