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Ostprignitz-Ruppin Kinder missbraucht? Gericht verschiebt Urteil
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kinder missbraucht? Gericht verschiebt Urteil
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00:21 18.09.2017
Die Vorwürfe gegen den Neuruppiner wiegen schwer. Er soll die Kinder seiner Ex missbraucht haben, als diese arbeiten war. Quelle: DPA
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Neuruppin

Weil die Zweifel an den Vorwürfen gegen einen 59-jährigen Neuruppiner auch nach der Vernehmung von vier Zeugen zu groß sind, hat das Landgericht Neuruppin am Freitag doch noch kein Urteil gegen den Mann gesprochen. Ihm wird vorgeworfen, in neun Fällen die Kinder seiner damaligen Lebensgefährtin in Neuruppin sexuell missbraucht zu haben. Nun soll der Prozess am 4. Oktober fortgesetzt werden. Dann sollen Vernehmungsbeamte aus Emden gehört werden. Die Polizisten hatten die Aussagen der heute 18-jährigen Tochter und des 21-jähren Sohnes von Corinna L., der einstigen Lebensgefährtin des beschuldigten Neuruppiners, aufgenommen.

Gericht ist nicht von der Schuld des Angeklagten überzeugt

„Wir haben erhebliche Schwierigkeiten, was das Aussageverhalten und den Inhalt der Zeugenaussagen betrifft“, sagte Richter Udo Lechtermann. Zum einen hatten sich die Kinder erst Jahre später, nach der Trennung ihrer Mutter von dem Neuruppiner und dem Rückzug in die alte Heimat Emden, offenbart – allerdings nicht gegenüber ihrer Mutter, sondern gegenüber ihrer Großmutter. Zudem waren ihre Aussagen vor Gericht widersprüchlich. „Wir sind nicht überzeugt, dass wir auf dieser Basis ein Urteil fällen können“, sagte Lechtermann. Das Gericht müsse aber von der Schuld des Angeklagten überzeugt sein.

Weil das bisher nicht der Fall ist, sollen nun die Vernehmungsbeamten aus Emden gehört werden. Möglicherweise wird auch noch ein Sachverständiger beauftragt. Denn das Gericht geht davon aus, dass die zwei Kinder bei ihren Aussagen möglicherweise erheblich unter psychischem Druck gestanden haben, aus welchem Grund auch immer. Allerdings werde „kein Sachverständiger Gewissheit bringen können“, so Lechtermann, ob es die sexuellen Übergriffe gegen die Kinder wirklich gegeben hat. Der Angeklagte bestreitet das.

Nebenklage regt ein Abtrennen des Verfahrens an

Gerd Schnittcher, ein Anwalt der Nebenklage, regte an, das Verfahren der Tochter gegen den Neuruppiner wegen sexuellen Missbrauchs abzutrennen. Denn an deren Aussagen gibt es aus Sicht von Schnittcher weniger Zweifel. Sollte das Gericht dem Hinweise folgen, könnte das Strafmaß für diese drei angeklagten Taten auf eine Bewährungsstrafe hinauslaufen. Der Vorsitzende Richter ließ jedoch offen, ob man dem Vorschlag folgt. „Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.“ Klar ist allerdings, dass das Gericht mehr Probleme mit den Vorwürfen des Sohnes hat. Dieser soll in sechs Fällen schwer sexuell von dem Neuruppiner missbraucht worden sein.

Von Andreas Vogel

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