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Ostprignitz-Ruppin Kinderideen auf Häuserwänden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kinderideen auf Häuserwänden
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00:17 14.10.2016
Wer die meisten Klebezettel hat, der ist Sieger: Rewoge Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter mit weiteren Jury-Mitgliedern. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Dass ein paar brauchbare Ideen bei dem Wettbewerb herumkommen werden, davon war Stephan Greiner-Petter überzeugt. Dass aber gleich 131 Kinder ihre Ideen zur neuen Farbgestaltung der Fassaden von Neubaublöcken in der Stadion-Siedlung zu Papier bringen, damit hat der Geschäftsführer der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft nicht im Mindesten zu träumen gewagt. „Das ist einfach überwältigend“, sagt er. Weil er sich bei der Vielzahl der Bilder außerstande sah, die Besten der Besten im Alleingang auszusuchen, berief der Rewoge-Chef kurzerhand eine Jury ein, die am Dienstagvormittag keineswegs zufällig in der Allendeschule tagte.

Denn gleich 129 Schüler der Grundschule haben sich an dem Wettbewerb beteiligt – freiwillig, aber unterstützt von der Schulleitung und den Kunstlehrern. „Wir sind dankbar für solche Möglichkeiten: Wenn die Kinder für einen solchen Wettbewerb arbeiten, dann sind sie gleich viel motivierter“, sagt Dorit Pelzer, die die Einrichtung mit ihren 252 Schülern leitet. „Und es sind wirklich tolle Sachen dabei entstanden.“ So viel Fantasie und so viel Farbe, das sei einfach fabelhaft, stimmen ihr die Jury-Mitglieder zu, die sich vor allem aus dem Rheinsberger Rathaus rekrutieren. Peter Böthig, Leiter des Literaturmuseums und in der Stadt für Kulturangelegenheiten zuständig, bietet gleich an, eine Ausstellung mit den Bildern in der als Schauort renommierten Remise am Schloss zu veranstalten. Schulleiterin und Rewoge-Chef strahlen.

Jury verrät noch nicht die Preisträger

Nach einem ersten Rundgang durch die Ad-hoc-Schau in der Aula, in der die Bilder auf den Tischen liegen und in den Fenstern hängen, nehmen die Jurymitglieder grüne Klebezettel in die Hand und küren die ersten 16 Favoriten. Dabei ist aber klar: Drei Fassadenideen haben es der Jury ganz besonders angetan. Beim zweiten Wahlgang kommen Post-its in Orange ins Spiel. Nun steht die Siegerfolge innerhalb des Trios fest.

Aber psst: Welcher Preisträger mit seiner ganzen Familie die Badelandschaft Tropical Island oder die Templiner Westernstadt besuchen darf und wer eine Kanutour auf dem Rhin machen wird – das will die Jury nicht verraten. Noch nicht. Erst nach den Herbstferien werden die Sieger in einem größeren Rahmen bekannt gegeben. „Das ist für sie sicher schöner, als einzeln hierhergerufen zu werden“, so Pelzer.

Einige Bilder werden bald schon die Fassaden schmücken

Bei der Auswahl der Bilder hatte die Jury Narrenfreiheit: Sie musste nicht darauf achten, was technisch sinnvoll erscheint, sondern welche Bilder am schönsten erscheinen. Der Rewoge-Chef hingegen und seine rechte Hand, die Bewirtschafterin Susanne Westphal, haben hingegen die Entwürfe der Kinder auch schon auf Machbarkeit untersucht. „Es gibt drei, vier Bilder, die wir gleich in die Fassadengestaltung einfließen lassen können“, sagt Greiner-Petter.

Und gleich heißt gleich: Denn die Wohnungsgesellschaft hat gerade in einem Block die gesamten Fenster ausgetauscht und ist jetzt dort dabei, die Fugen zu schließen. Wenn all das erledigt ist, dann wird es Zeit für neue Farbe an der Hauswand – und genau bei deren Gestaltung sollen die Ideen der Schüler als Vorbild dienen. „Spätestens 2017 wird das erste Bild zu sehen sein“, so der Geschäftsführer. Bei dem einem Haus wird es nicht bleiben. Denn die Rewoge will einen weiteren Fünfgeschosser sanieren. Gesamtkosten: 750 000 Euro. „Außerdem müssen wir auch in der KKW-Siedlung auch mal wieder ran“, sagt Greiner-Petter. An den Giebeln der dortigen Gebäude soll in den nächsten Jahren für rund 20 000 Euro pro Haus ebenfalls die Handschrift der Kinder angebracht werden. „Manche haben ja ganze Bildergeschichten erzählt, die passen wunderbar dahin.“ Ein Sieger ist aber jetzt schon bekannt: die Schule. Denn die Rewoge lädt als Dankeschön für die vielen Ideen alle Schüler zu einem Musical ein.

Von Celina Aniol

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