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Ostprignitz-Ruppin Kindersport in der Max-Schmeling-Halle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kindersport in der Max-Schmeling-Halle
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02:15 13.05.2017
Der Zusammenhalt wird groß geschrieben: Sabrina Thierbach (r.) leitet seit vier Jahren die Kindersportgruppe in Sewekow. Quelle: Christamaria Ruch
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Sewekow

„Hier wird’s nicht langweilig“, sagt Sabrina Thierbach. Noch 15 Minuten, dann fällt bei der Kindersportgruppe in Sewekow der Startschuss. Woche für Woche entwickelt dabei die Max-Schmeling-Halle magnetische Kräfte. Durchschnittlich zehn Mädchen und Jungen suchen donnerstags eine Stunde lang die Bewegung und das Zusammensein.

„Ich bin da so reingerutscht“, sagt Sabrina Thierbach. Die 35-Jährige ist seit vier Jahren Übungsleiterin beim Kindersport in ihrem Heimatdorf. Damals stand die Gruppe vor einer ungewissen Zukunft. Wilfried Lütke und Maik Gielsdorf aus Sewekow hatten nacheinander die Gruppe geleitet. Lütke begann 2008 und übergab nach mehreren Jahren den Staffelstab an Maik Gielsdorf. Schließlich musste er dieses Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

„Mehrere Wochen fiel damals die Sportstunde aus“, erinnert sich Sabrina Thierbach. Ihre beiden Kinder Lennard und Miriam machten damals schon mit. Heute sind sie neun und sechs Jahre alt. „Das war doch zu schade, diesen Treff nicht fortzusetzen“, sagt Thierbach. Also entschied sie, die Sportgruppe übergangsweise zu leiten. Doch wer sich einmal für so einen Posten entscheidet, weiß, wie dehnbar der Begriff „übergangsweise“ ist. Daraus sind mittlerweile vier Jahre geworden.

Konzentriert: Imme beim Bankrutschen. Quelle: Christamaria Ruch

Die drei bis elf Jahre alten Mädchen und Jungen kommen alle aus Sewekow. Kurz vor 17 Uhr pendelt die Eingangstür an der Max-Schmeling-Halle und wenig später steigt auch in den Umkleideräumen der Geräuschpegel. „Die ersten zehn Minuten toben sich die Kinder aus“, sagt Sabrina Thierbach. Sie laufen quer durch die Halle, jagen dem Fußball hinterher oder balancieren über Bänke und Hocker. Spiele stehen hoch im Kurs. „Die Kinder bringen aus der Kita oder Schule Ideen mit“, lobt die Übungsleiterin. Auch Parcours aus Bänken, Reifen, Hocker, Matten, Softbalancierbalken oder Bällen gehören zum Programm. „Lange Zeit haben wir Linienlauf gemacht, aber derzeit ist der nicht so gefragt“, so Sabrina Thierbach. Beim Linienlauf festigen die Jüngsten nebenbei die Farbkenntnisse. Denn die Linien auf dem Fußboden leuchten in mehreren Farben und Sabrina Thierbach sagt, bis zu welcher Linie in welcher Farbe gelaufen wird. Auf Wunsch stehen einzelne Turnübungen aus der Schule auf dem Programm. „Wenn jemand den Radschlag üben möchte, wird das gemacht“, sagt sie.

Der dreijährige Max ist derzeit der Jüngste und Klara mit elf Jahren die Älteste in der Gruppe. „Ich habe glaube schon mit zwei oder drei Jahren hier angefangen“, verrät die achtjährige Imme. Besonders mag sie Spiele wie „Der Kaiser aus China.“ Ihre zehn Jahre alte Schwester Edda nennt den Parcours als Lieblingssport. „Wir machen gemeinsame Spiele, die wir vorschlagen“, sagt die sechsjährige Miriam.

Übungsleiterin Sabrina Thierbach. Quelle: Christamaria Ruch

„Die Bande ist gut zu bändigen“, sagt Sabrina Thierbach. Alle Kinder sind trotz der Altersunterschiede befreundet. „Bewegung und das gemeinsame Spielen stehen hier im Vordergrund“, so Thierbach. „Wir haben so eine schöne Halle im Dorf, die muss doch auch genutzt werden“, sagt sie. Dieser Ansatz bewegte schon vor zehn Jahren bei der Eröffnung der Halle die Sewekower. „Wir hatten schon eine Frauensportgruppe, die Männer spielten Volleyball und deshalb sollten auch die Kinder zum Zuge kommen“, sagt Heidi Schäfer, Vorsitzende vom Heimatverein Sewekow. Rainer Schäffer setzte damals durch, dass die Kosten für den Kindersport vom Verein getragen werden. Dem ist sich der Verein bis heute treu geblieben – keine Familie bezahlt dafür.

„Die Kinder kommen jede Woche, das ist die Motivation für mich und ich sehe das hier als aktive Erholung“, sagt Sabrina Thierbach. Neben ihrer Arbeit ist die Steuerfachangestellte und geprüfte Bilanzbuchhalterin mit diesem Ehrenamt gut ausgelastet. „Die Kinder hören gut und wenn sie sich miteinander beschäftigen, ist das schön.“ Und: „Jeder kann sich im Dorf einbringen, das bringt schließlich das Dorfleben voran.“

Von Christamaria Ruch

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