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Kino Astoria gewinnt Programmpreis und Geld

Wittstock Kino Astoria gewinnt Programmpreis und Geld

Zum siebenten Mal in Folge holte das Wittstocker Kino Astoria einen der begehrten Kinoprogrammpreise Berlin-Brandenburg. Unter den 16 Brandenburger Lichtspielhäusern rangiert das Astoria in der zweithöchsten Kategorie. Damit ist ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro verbunden. Beim Kino sind weitere Barrieren gefallen.

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Viola Terzijska und Sohn Najden Terziski mit dem Kinoprogrammpreis.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Das Ganze hört sich nach einem Selbstläufer an. Wieder einmal hat das Kino Astoria in Wittstock beim Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg einen Erfolg eingeheimst. Bereits seit 2011 reiht sich das Lichtspielhaus Jahr für Jahr unter den Ausgezeichneten ein. Doch bevor die Lorbeeren in Form von finanziellen Zuwendungen eingesteckt werden können, stehen Kreativität und Programmvielfalt.

„Ich bin freudig überrascht“, sagt Kinoinhaberin Viola Terzijska nach der Auszeichnung. 10 000 Euro gehören zum aktuellen Preisgeld für das Filmtheater in der Dossestadt. Das bedeutet in diesem Rahmen die bisher höchste Ehrung für das Astoria. Die Mittel fließen erneut in den Ausbau vom Kino. Gerade erst wurde der Einbau eines barrierefreien Sanitärbereiches abgeschlossen. „Das Preisgeld ist dort schon investiert“, sagt Terzijska.

Unter den 16 ausgezeichneten Brandenburger Kinos holte das Astoria gemeinsam mit den Neuen Kammerspielen in Kleinmachnow die zweithöchste Ehrung. Das maximale Preisgeld über 15 000 Euro ging jeweils an drei Lichtspielhäuser, darunter das Thalia in Potsdam. Die Prämien wurden in vier Kategorien verteilt.

Jury: Ideenreichtum der kinoverrückten Familie

Die sechsköpfige Jury beurteilte die Auszeichnung für das Astoria: „Auch in diesem Jahr wieder ein Ideenreichtum und ein Engagement der kinoverrückten Familie. Das ist beeindruckend aber auch notwendig, um das Publikum in diesem dünn besiedelten Landstrich Brandenburgs zum Filmbesuch zu motivieren.“ Insgesamt 23 072 Besucher zählte das Astoria im vergangenen Jahr. Damit knüpft es an die stabilen Zahlen seit 2011 an. Damals verzeichnete das Kino innerhalb eines Jahres einen rasanten Zuwachs von 15 000 auf 23 400 Besuchern. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir technisch aufgerüstet und auf digitalen Spielbetrieb umgestellt“, erinnert sich Viola Terzijska.

Das Kinomarketing gewinnt seitdem an Fahrt. Najden Terzijski, der Sohn von Viola Terzijska, ist IT-Systemkaufmann. Er stieg 2011 in das Astoria ein und betreut das Marketing. Erste Kinoerfahrungen sammelte er in drei Berliner Filmtheatern. „Wir gehen mehr in die Fläche und werben im Umkreis von 30 Kilometern“, sagt Najden Terzijski. Er gestaltet unter anderem die Flyer, pflegt die Internetseite und sozialen Netzwerke rund ums Kino. „Es wurde mal Zeit, dass wir diese hohe Auszeichnung beim Kinoprogrammpreis bekommen haben“, sagt der 28-Jährige.

Programm für alle Altersgruppen

Die Programmbreite spricht alle Altersgruppen an: Kinder-, Schul-, Hort- oder Spatzenkino, Filmreihen mit Kurzfilmen, das monatliche Filmcafé bis hin zu jährlich vier Kunst-im-Kino-Veranstaltungen und die Filmwoche im Herbst sind Beweis für die Kreativität im Astoria. Dies spiegelt sich auch in der Berichterstattung der MAZ wider.

„Kino ist nach wie vor ein besonderes Erlebnis“, wirbt Viola Terzijska. Denn „einen Film in Gemeinschaft zu sehen und das auf einer großen Leinwand weckt andere Emotionen als vor dem Fernseher zu Hause. All die Überraschungsmomente kommen im Kino anders beim Publikum an.“

Von Christamaria Ruch

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