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Kinosaal wird zur Theaterbühne

Wittstock Kinosaal wird zur Theaterbühne

Am Freitagabend wird im großen Saal des Wittstocker Kinos statt eines Spielfilms ein Theaterstück zu sehen sein. Aufführen werden es Schüler der Polthier-Oberschule und junge Rumänen aus ihrer Partnerschule im transsilvanischen Mühlbach. Ihr Stück handel von Vorurteilen über die jeweils andere Seite und, wie diese im Laufe der Begegnung abgebaut werden.

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Friedrich der Große und Dracula, alias Timon Elisei Müller (l.) und Justin Dzealek treffen im Stück aufeinander.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. „Für den ersten vollen Durchlauf war das schon gut“, lobte Klaus-Peter Krüger am Mittwoch die Schüler der Polthier-Oberschule und des Deutschen Lyzeums im rumänischen Mühlbach. Die Jugendlichen hatten 14 Szenen im Schnelldurchlauf geprobt, um, wie Lehrerin Laura Sandor sagte, an wichtigen Schwerpunkten zu feilen.

Wie ein Regisseur hatte Klaus-Peter Krüger die Proben im Griff. Dabei ist er eigentlich Partnerschaftsbeauftragter im Auftrag des brandenburgischen Europaministeriums, das das Projekt zwischen den Wittstockern und ihrer rumänischen Partnerschule finanziert.

Frieden, Toleranz, weniger Armut

Frieden, Toleranz, weniger Armut: zum Schluss des Stückes äußern die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft.

Quelle: Christian Bark

Bereits zuvor hatte eine Delegation von Polthierschülern im Juli und eine von rumänischen Schülern im September vergangenen Jahres der jeweils andern Seite einen Besuch abgestattet. Was nach nur wenigen Monaten Schulpartnerschaft aber nun auf die Beine gestellt wurde, ist nach Ansicht von Schülern, Lehrern und Klaus-Peter Krüger besonders intensiv. Die Jugendlichen werden nämlich ein gemeinsames Theaterstück für Toleranz auf die Bühne bringen. Am Freitag findet die Premiere im Wittstocker Kino Astoria statt. „Am Samstag spielen wir in der rumänischen Botschaft in Berlin“, so Lehrer Ferdinand Mohr, der die Theater AG der Polthier-Oberschule leitet.

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Ihre guten Beziehungen vertiefen die Wittstocker Polthier-Oberschule und das Deutsche Lyzeum im rumänischen Mühlbach derzeit mit einem gemeinsamen Theaterstück ihrer Schüler.

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14 Szenen hat das Theaterstück, in dem das Zusammentreffen junger Rumänen und Deutscher thematisiert wird. Die Jugendlichen hatten die meisten Szenen schon zuhause geprobt, diese Woche haben sie nun die Gelegenheit, das Stück zu einem Ganzen zusammenzufassen. Gleich in der ersten Szene treffen zwei für beide Regionen symbolhafte Figuren aufeinander: Friedrich II. begegnet Vlad III., besser bekannt als Dracula. Timon Elisei Müller aus Mühlbach verkörpert den „Alten Fritz“. „Ich komme eigentlich aus Cottbus, lebe aber mit meinem deutschen Vater und meiner französischen Mutter schon seit meiner Kindheit in Rumänien“, erklärte der 16-Jährige. In Wittstock sei er nun, nach seinem Besuch im September, zum zweiten Mal.

Dracula wird hingegen doppelt besetzt: am Freitag und damit auch bei den Proben im Kino wird ihn Justin Dzealek spielen. „Das Textlernen fällt mir nicht schwer und vor Leuten sprechen auch nicht“, sagte der 14-jährige Polthierschüler. Seit drei Jahren sei er in der Theater AG. Nicht ganz so lange, dafür aber ebenso wenig aufgeregt vor dem großen Publikum ist Jeremy Bienert. Der 15-Jährige wird Vlad in der Botschaft in Berlin spielen.

„Ich habe den Text jeden Abend mit meiner Schwester zusammen gelernt“, berichtete die 12-jährige Caroline Bullert. Sie spielt die, als klischeehaft naiv und mit Vorurteilen behaftete deutsche Schülerin „Blondie“. Auch bei der Figur gibt es eine Zweitbesetzung. Maya Fechner und Caroline Bullert teilen sich quasi die blonde Perücke.

Insgesamt zehn rumänische und 13 deutsche Schüler führen das Stück auf, wirken vor, hinter und auf der Bühne. „Das schweißt zusammen, wir haben sogar schon Nummern ausgetauscht und wollen eine Whatsapp-Gruppe eröffnen“, sagte Timon Elisei Müller. Überhaupt sei Mittwochabend ein Kinobesuch – diesmal aber mit Spielfilm – geplant. Außerdem stünden Bowling und eine Stadtführung noch auf dem Plan. Und dann gibt es ja noch die Theaterproben, die noch bis Freitag andauern, damit bei der Premiere auch alles gut klappt.

Von Christian Bark

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