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Kirche öffnete am Denkmalstag

Königsberg Kirche öffnete am Denkmalstag

Interessante Einblicke in die Geschichte bieten sich den Besuchern beim Denkmalstag. Auch die 500 Jahre alte Feldsteinkirche in Königsberg konnte am Sonntag unter die Lupe genommen werden. Mitglieder vom Förderkreis der Kirche boten Führungen und Orgelmusik an.

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Helmut und Edith Speichert (v.r.) begaben sich auf Spurensuche in der Kirche in Königsberg.

Quelle: Christamaria Ruch

Königsberg. Der Zufall spielte der Kirchengemeinde in Königsberg Anfang der 1990er Jahre einen Fund in die Hände. Feuchtigkeit löste damals die Farbe im Innenraum des Gotteshauses von den Wänden. Darunter traten historische Malereifragmente hervor.

Am Sonntag öffneten sich im Rahmen vom Denkmalstag die Türen der 500 Jahre alten Feldsteinkirche. „Das ist immer wieder eine Chance, eine Verbindung zu Baudenkmalen aufzunehmen“, sagte Elisabeth Lau. Sie ist Vorsitzende vom Gemeindekirchenrat (GKR) und des Förderkreises Kirche Königsberg. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Förderkreises bot sie einen Rundgang an. Edith und Helmut Speichert aus Kyritz konnten als erste Gäste begrüßt werden. „Wir sind heute gezielt hierher gekommen, kannten das Dorf schon vom letzten Jahr, als wir am See waren“, sagte Edith Speichert.

Rundgang mit Paula Kropius vom Förderkreis der Kirche

Rundgang mit Paula Kropius vom Förderkreis der Kirche..

Quelle: Christamaria Ruch

Paula Kropius vom Förderkreis wertete im Vorfeld alle Dokumente über die Kirche aus und stellte diese auf Schautafeln aus. Sie wies die Besucher vor allem auf die Wandmalereien hin. Neben der Eingangstür befindet sich ein großflächiges Bild zum Bilderzyklus „Christi Höllenfahrt“. Im unteren Teil ist eine Draperie, also ein Wandbehang, dargestellt. Darüber zeigt sich rotes Rankenwerk mit Schnörkeln, dem so genannten Krabbenbesatz. Diesen Abschnitt legte Fred Sobik aus Königsberg einst frei. „Es hatte mich interessiert, was unter den Farbschichten zu sehen ist“, so Sobik. Diese Malerei befindet sich als erste Farbfassung auf einem Kalkmörtelputz. Bis 2013 machten Restauratoren auch den oberen Abschnitt dieser Malerei sichtbar. „Daraufhin wurden probeweise weitere Abschnitte an den Wänden freigelegt – die Malereien ziehen sich durch die gesamte Kirche“, sagte Paula Kropius.

Der Turm ist älter als das Kirchenschiff

Der Turm ist älter als das Kirchenschiff.

Quelle: Christamaria Ruch

Auch ein Rundgang entlang der Außenseite der Kirche bot interessante Einblicke. „Der Turm wurde nach 1480 an einen kleineren Vorgängerbau der Kirche angebaut und das heutige Kirchenschiff stammt von 1512 bis 1514“, so Kropius. Beleg dafür: Turm und Schiff sind nicht miteinander verzahnt. Die Segmentbogenblenden am Ostgiebel sind nicht mehr vollständig erhalten. Winfried Rochner umrahmte den Tag mit Orgelmusik. Orgelbauer Lütkemüller schuf 1844 in Königsberg sein Erstlingswerk.

Von Christamaria Ruch

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