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Ostprignitz-Ruppin Kirche packt Pakete für Flüchtlinge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kirche packt Pakete für Flüchtlinge
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00:22 16.12.2015
Maja, Lukas und Jonathan (v.l.) helfen fleißig beim Packen. Quelle: Regine Buddeke
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Wustrau

„Mit den Männern sind wir durch“, sagt Renate Przybylski. Die Pakete mit den grünen Bändern – das sind die für die Männer – sind mit grünem Papier ausgelegt und somit befüllbereit. Die 70 rotgebänderten Kartons für die Frauen waren bereits nach einer Stunde fertig und stapeln sich an einer Wand. „Das war die reine Fließbandarbeit, ich habe total geschwitzt“, sagt die Altfriesackerin, die sich am Sonnabendvormittag gemeinsam mit 25 Mitstreitern im Wustrauer Gemeindehaus getroffen hat, um Pakete für Flüchtlinge zu packen.

Hier werden die Geschenke für Männer gepackt. Quelle: Regine Buddeke

Aufgerufen dazu hatte die Kirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben. Bereits am Freitag wurden in Walsleben 150 Pakete gepackt – dank der tatkräftigen Unterstützung der Pfadfinder waren hier gar 40 Helfer am Werk. „300 Pakete sind das Ziel“, sagt Gregor Hamsch, Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde, und freut sich über die rege Beteiligung nicht nur beim Packen. „Wir haben sehr viele Sachspenden aus dem gesamten Sprengel erhalten“, sagt Hamsch. „Und dazu etliche Geldspenden.“ Dank derer war es möglich, die Pakete noch mit Duschgel, Zahnpasta und Shampoo auszustatten. Von den Gemeindemitgliedern kamen nagelneue warme Socken, Mützen, Schals und Handschuhe. In jedes Päckchen kommen auch ein paar Tüten Instant-Tee, Kaffee oder Kakao – alles, was man einfach mit heißem Wasser aus dem Kocher zubereiten kann. Die Süßigkeiten sind gerade ausgegangen. Bis Nachschub da ist, bleiben die Geschenkekartons noch offen. Die Zeit nutzen die helfenden Kinder, um die Deckel mit Farbstiften liebevoll zu bemalen. „Es sollen keine uniformen Pakete werden“, erklärt Hamsch. Am 23. Dezember sollen die Päckchen dann in den Flüchtlingsunterkünften persönlich übergeben werden – in Treskow, Lentzke und Gnewikow. Dort leben derzeit 230 Flüchtlinge. „Sind das dann nicht 70 Pakete zuviel?“, fragt ein Helfer. „An Flüchtlingen soll es nicht scheitern“, sagt Stefanie Kühl – immerhin leben auch in Rheinsberg Asylbewerber, in Klosterheide werden sie diese Woche erwartet. Die Sozialarbeiterin des Treskower Übergangswohnheims freut sich jedenfalls schon darauf, den Weihnachtsmann spielen zu dürfen.

Von Regine Buddeke

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