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Kirchen-Kinder-Wochenende in Walsleben

Toben und beten Kirchen-Kinder-Wochenende in Walsleben

20 Kinder der Gesamtkirchengemeinde Temnitz kamen nach Walsleben zum Kinder-Kirchen-Wochenende. Dort verbrachten sie gemeinsam mit ihrer Pfarrerin und der Katechetin zwei Tage. Basteleien, Spiel und Gesang, aber auch Nachdenkliches standen auf dem Programm.

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Die Freunde Yannick und Albert (r) haben Spaß in Walsleben.

Quelle: Felsch

Walsleben. Die Nachtlager in der Walslebener Winterkirche sind bereits aufgeschlagen, doch bis zum Abend wird noch viel passieren an der Kirche. 20 Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Orten und Gemeinden sind mit Schlafsäcken und Kuscheltieren zum Kinder-Kirchen-Wochenende angereist, das bereits zum vierten Mal von der Gesamtkirchengemeinde Temnitz veranstaltet wird. Die jüngste Teilnehmerin ist die vierjährige Marlene. Sie wollte gern dabei sein, obwohl sie das Schulalter noch nicht erreicht hat. Damit das Heimweh nicht gar zu groß wird, ist sie mit ihrer Mutter angereist.

Eingeladen sind Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, von Sonnabend bis Sonntagmittag wird gesungen, gespielt und gebastelt. Katechetin Dorothea Plath und Pfarrerin Ann-Katrin Hamsch werden an diesem Wochenende von den Pfadfindern der Temnitz-Gemeinde und auch von den Eltern unterstützt.

Große beschriftete Pappkartons

Rund um den Altar türmen sich große beschriftete Pappkartons. Aus Worten wie Trauer, Lüge, Angst, Heimweh oder schlechte Erinnerungen entstand im Laufe des Vormittags eine Wand – eine Angstmauer. „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“, so lautet das Thema an diesem Wochenende, in das die Teilnehmer am Sonnabend mit einer Vorstellungsrunde und gemeinsamen Gesang starteten. Und zu diesem Wochenende sind alle Kinder der Gemeinde eingeladen. „Alle Großen, alle Kleinen, auch die ab und zu mal weinen, alle Starken, alle Schwachen, auch die alles dreckig machen“, singen die Kinder.

Die Mauer aus unsichtbaren Ängsten soll überwunden werden, doch wie ist das möglich? Gemeinsam überlegen die Kinder, was ihnen wohl helfen kann, wenn sie Angst haben, enttäuscht sind oder schlechte Erinnerungen nicht weichen wollen. Und sie finden Lösungen: Trauer kann durch Trost erträglicher werden, wer sich streitet, kann sich auch wieder vertragen.

Ein geheimer Rückzugsplatz

Das Wetter ist zu schön, um nur im Gotteshaus zu sitzen, gut, dass das Kirchengrundstück zum Toben einlädt und bis zur Temnitz hinunter reicht. So findet sich auch unter Büschen und Bäumen ein geheimer Rückzugsplatz. Die achtjährigen Freunde Yannick und Albert haben dort ihr Geheimversteck. Doch jetzt müssen sie erst einmal am Tisch sitzen bleiben, denn es haben noch nicht alle Kinder aufgegessen und Regeln gibt es auch am Kinder-Kirchen-Wochenende. Auf den Tellern bleibt heute nichts übrig – die Fischstäbchen, die Heike Lenz zubereitet hat, sind gar zu lecker. Die Walslebenerin gehört zur Gemeinde und ist an diesem Wochenende der gute Geist in der Kirche. „Sie sorgt dafür, dass es den Kindern so richtig gut geht“, sagt Ann-Katrin Hamsch. Und dass sie sich hier wohl fühlen, bestätigen sie sofort. „Ich find es toll, dass man hier auch draußen spielen kann und dass wir gemeinsam oben schlafen“, sagt die zehnjährige Josephine, die bereits zu den Pfadfindern gehört und schon mehrmals bei den ­Kinder-Kirchen-Wochenenden dabei war.

Von Cornelia Felsch

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