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Kirchendach wird saniert und neu gedeckt

Schönermark Kirchendach wird saniert und neu gedeckt

Die Fassade des Schönermarker Kirchenschiffs und fast die gesamte Turmfassade sind in den vergangenen Jahren bereits saniert worden. Nun ist das Dach des Kirchenschiffs an der Reihe. Die aus dem 15. bis 17. Jahrhundert stammende Balkenkonstruktion erwies sich als erstaunlich gut erhalten.

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Auch wenn es nicht so aussieht: Die Balken des Dachstuhls sind zum größten Teil noch gut erhalten.

Quelle: André Reichel

Schönermark. Den Schönermarkern liegt viel an ihrer Kirche, und das nicht nur in Hinsicht als historisch wertvolles Gebäude. Gut 40 Prozent der Einwohner sind Mitglied in der Schönermarker Kirchengemeinde. „Das ist im Vergleich zu einigen anderen Orten sehr gut“, sagte der für Schönermark zuständige Breddiner Pfarrer Henning Utpatel, der unlängst mit der Architektin Barbara Biehler und der Kirchenratsvorsitzenden Maritta Synatschke das zur Baustelle gewordene Dachgeschoss der Schönermarker Kirche besichtigte.

Das Kirchenschiff ist eingerüstet

Seit einigen Wochen ist das Schiff der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Dorfkirche eingerüstet. Die alten Betondachsteine aus DDR-Zeiten sind bereits entfernt. Bei der Überprüfung der Dachkonstruktion stellte Barbara Biehler fest, dass die meisten Holzbalken in erstaunlich gutem Zustand sind.

Nicht wenige Dachbalken tragen Spuren einer Zweitverwendung. Sie stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, wie dendrochronologische Untersuchungen ergaben. Von den insgesamt 26 Balkenköpfen müssen nur acht ausgetauscht werden. „Das ist besser, als gedacht“, sagte die Berliner Architektin, die in der Region auch schon die Sanierungsarbeiten der Kirchen von Rehfeld, ­Stüdenitz, Berlitt und Kampehl fachlich begleitet hat.

Dieser Dachbalken zeigt Spuren einer Zweitverwendung

Dieser Dachbalken zeigt Spuren einer Zweitverwendung.

Quelle: André Reichel

Nun schützt eine Folie den freigelegten Dachstuhl, der im August neue Dachsteine bekommen soll. Die Fertigstellung ist für September geplant. Im gleichen Zuge wie die Dacharbeiten soll die Innenraumausmalung restauriert werden. Diese stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde bei Untersuchungen im Vorfeld der Sanierungsarbeiten entdeckt.

140 000 Euro Fördermittel vom Land Brandenburg, der Landeskirche, dem Kirchenkreis und der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark stehen zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurde bereits die Fassade des Kirchenschiffs saniert. Bis auf die Ostseite ist die Turmfassade ebenfalls schon saniert.

Von André Reichel

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