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Ostprignitz-Ruppin Der Clou der neuen Kirchturmuhr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Clou der neuen Kirchturmuhr
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00:38 10.03.2018
Ein Vorgeschmack: Blick von der Kirchturmspitze in Freyenstein auf das dortige Schloss. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

Den weiten Blick über Freyenstein sollen schon bald Besucher der örtlichen Kirche genießen können – ohne über Holzleitern klettern zu müssen. Möglich wird das Dank einer pfiffigen Lösung, die der rund 34 Meter hohe Kirchturm künftig bietet.

Das Ganze geht einher mit der Erneuerung der dortigen Uhr, die in gut einer Woche geliefert werde. Dazu gehöre auch, neue Ziffernblätter anzubringen, sagt Friedhelm Kanzler vom örtlichen Gemeindekirchenrat.

Luken in alle Richtungen

Zwischen den Ziffernblättern, die in jede Himmelsrichtung zeigen, sollen Luken angebracht werden, die bequem über Treppen erreichbar sind. Wer eine der Luken öffnet, kann den Blick aus luftiger Höhe über das Städtchen genießen, so Friedhelm Kanzler. Dadurch würden sich ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Denn künftig könnten so auch Führungen bis nach ganz oben stattfinden, wo die Gäste dann den Blick übers Land schweifen lassen können. Bisher war das nur den wenigen Menschen vergönnt, die sich den beschwerlichen Weg durch den Turm über wackelige Bretter zutrauten.

Neue Uhr kostet 12 000 Euro

Die alte mechanische Kirchturmuhr ist bereits ausgebaut. Sie soll auch künftig im Gotteshaus bleiben, wo sie von Besuchern betrachtet werden kann. Die neue elektronische Uhr kann bequem von unten gesteuert werden. Die Neuanschaffung koste rund 12 000 Euro, berichtet Friedhelm Kanzler.

Die Sanierung des Turmes geht weiter voran. Zurzeit seien die Dachdecker am Werk, um die Spitze mit Schiefer zu versehen. Lediglich die Kälte hatte vorübergehend für eine Zwangspause gesorgt. Die Maurer haben ihre Arbeit bereits seit einiger Zeit abgeschlossen. Das hölzerne Innenleben wurde ebenfalls weitgehend erneuert, und Treppen wurden hergestellt. Lediglich der letzte Zugang bis in die Spitze fehle noch, so Kanzler.

Glockenstuhl wurde erneuert

Zu den Zimmererarbeiten gehörte es auch, den Glockenstuhl zu erneuern. Dazu mussten die drei Glocken ausgehängt und oben zwischengelagert werden, weil es ob ihres Gewichts und ihrer Größe zu aufwendig gewesen wäre, sie nach unten und dann wieder nach oben zu transportieren. Der alte Glockenstuhl war schon seit längerer Zeit nicht mehr stabil genug, um schwingende Glocken zu tragen. „Deshalb wurden seit 2005 nur die Klöppel gegen die Glockenwände geschlagen. Das geschah mit einer Schnur, die bis nach unten reichte“, erklärt Friedhelm Kanzler die Kompromisslösung.

Neue Läutezeiten

Mit dem neuen Glockenstuhl sollen künftig auch neue Läutezeiten eingeführt werden. Angedacht sei, dass die Glocken tagsüber halbstündlich sowie jeweils zur vollen Stunde erklingen. Darüber müsse sich der Gemeindekirchenrat noch im Detail abstimmen. Darüber hinaus soll die Kirche einen behindertengerechten Zugang bekommen.

Rund 290 000 Euro koste die Sanierung des Kirchturmes in Freyenstein. Der Großteil der Mittel komme über Leader-Fördermittel. Den Rest teilten sich größtenteils mehrere kirchliche Geldgeber sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

5800 Euro Spenden

5800 Euro seien zudem gespendet worden, teilt Friedhelm Kanzler mit. Herausragend sei dabei die Einzelspende eines ehemaligen Freyensteiners, der heute in Frankfurt/Main lebt. Er gab 2000 Euro dazu.

Von Björn Wagener

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