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Kirsten Tackmann spendet an Frauenhilfeverein

Neuruppin Kirsten Tackmann spendet an Frauenhilfeverein

Der Verein „Frauen für Frauen“ konnte sich am Donnerstag über eine Spende von Linken-Politikerin Kirsten Tackmann freuen. Und weil die Mitarbeiter schon genau Pläne haben, wofür das Geld verwendet werden soll, hat Tackmann die Spende sogar noch mal spontan erhöht.

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Claudia Becker (l.) freut sich über die Spende, die einen Besuch im Berliner Zoo möglich macht.

Quelle: Josephine Mühln

Neuruppin. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann hat dem Neuruppiner Verein „Frauen für Frauen“ am Donnerstag eine Spende in Höhe von insgesamt 300 Euro überreicht. Im Gepäck hatte sie zwar nur einen Scheck über 250 Euro, Tackmann erhöhte die Summe dann aber spontan, weil der Verein schon konkrete Pläne hat, was mit dem Geld passieren soll.

Als Höhepunkt in der letzten Ferienwoche geht es mit allen zurzeit im Frauenhaus lebenden Müttern und Kindern in den Berliner Zoo. „Und dafür reicht das Geld?“, fragte Kirsten Tackmann vorsichtig. „Wir legen noch ein bisschen was drauf“, lautete die Antwort von Claudia Becker, Mitarbeiterin des Vereins. „Dann machen wir 300“, entschied die Politikerin, die schon seit mehreren Jahren ihre Diätenerhöhungen an gemeinnützige Vereine spendet. Auch das Frauenhaus in Wittenberge kann sich über eine Unterstützung freuen.

„Jede Frau, die flüchten muss, ist eine zu viel“

„Es ist ein großes Glück, dass Kirsten Tackmann alle Jahre an uns denkt“, sagte Claudia Becker. Denn Geldspenden würden weitaus weniger eingehen als Sachspenden, für die sie teilweise schon gar keinen Platz mehr hätten und die sie deshalb auch an die Neuruppiner Tafel weitergeben würden. Es sei wichtig, die Arbeit der Frauenhilfe zu würdigen, denn dahinter stecke auch immer sehr viel persönliches Engagement. Es sei kein alltäglicher Bürojob, sagte Tackmann.

Und weiter: „Jede Frau, die flüchten muss, ist eine zu viel. Wir haben zwar in den vergangenen Jahren schon viel erreicht, auch bei der Arbeit mit der Polizei, aber was die Prävention angeht, ist noch viel Luft nach oben.“ Und sie finde, dass auch die Arbeit der Mitarbeiterinnen des Vereins eine höhere Wertschätzung erfahren müsse – auch finanziell. „Aber der Landeshaushalt ist eben begrenzt“, stellt die Politikerin fest.

„Wir sind personell an der Grenze“, sagt Claudia Becker. „Seit Jahren kämpfen wir zum Beispiel um eine extra Stelle für die Kinderbetreuung.“ Das Frauenhaus sei zurzeit mit sieben Frauen und neun Kindern voll belegt. „Wir weisen niemanden ab, der vor unserer Tür steht“, sagt Claudia Becker.

Von Josephine Mühln

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