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Kita-Kinder entfalten sich im Spiel

Königshorst Kita-Kinder entfalten sich im Spiel

In der Königshorster Kita „Pustewind“ spielen die Kinder mit ausrangierten Töpfen, Pappkartons, Blättern und Kastanien. Sachen, die bei dem Überangebot von Spielsachen in Vergessenheit geraten sind. Seitdem das Spielzeug reduziert wurde, streiten die Kinder weniger und spielen wieder schöner, ist die Meinung von Kita-Leiterin Karin Nölte.

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Erzieherin Viola Nitschke schaukelt die Kindergruppe, die sichtlich ihren Spaß daran hat. Melina spielt ganz in sich versunken.Fotos (3)

Quelle: Peter Geisler

Königshorst. Die fünfjährige Mia freut sich jeden Tag darauf, in die Kita zu kommen. Dort warten bereits ihre Freundinnen. Auf dem sehr großen Grundstück der Königshorster Kita „Pustewind“ haben die Kinder jede Möglichkeit, sich auszutoben und zu entfalten. Florian spielt in einer großen Umzugskiste Verstecken. Emily, Lotta und Marleen backen aus Sand einen Kastanienkuchen für die Puppe, genannt „Püppi“.

Fantasie ist gefragt

Es sind einfache Mittel, mit denen die Kinder sich vergnügen. Mit ausrangierten Töpfen und Kuchenformen oder eben einer Pappkiste spielen sie. „Wir haben unser Spielzeug drastisch reduziert“, sagt Kita-Leiterin Karin Nölte. Sie und ihre vier Kolleginnen stellten fest, dass sich die Kinder ständig über das reichhaltige Angebot zankten, es letztlich aber nicht richtig nutzten. Jetzt ist die Auswahl geringer. Und die Maßnahme zeigt Erfolg. „Es gibt weniger Streitigkeiten und die Kinder spielen wieder schöner“, sagt Karin Nölte. Sie könnten auch wieder etwas mit Bausteinen, Blättern und Kastanien anfangen, etwas, das ganz in Vergessenheit geraten war. Ganz hoch im Kurs steht das Vater-Mutter-Kind-Spiel. Nur der zweijährige Lennard ist nicht vom Ball wegzubekommen. Der Fußball ist fast so groß wie der kleine Knirps, doch er beweist eindeutig Talent.

Eine Kita mit langer Geschichte

Seit 1992 ist die Kita in der alten Schule zu Hause. Ihre Geschichte reicht allerdings bis in die 1950er Jahre zurück. Zunächst war sie als Saison-Kita während der Erntezeit in Betrieb, dann ganzjährig. Derzeit werden dort 40 Kinder betreut. Davon sind 32 im Kita- und Krippenbereich, acht im Hort. „Wir haben ein ziemlich große Einzugsgebiet“, sagt Karin Nölte.

Die Kinder kommen nicht nur aus Hakenberg, sondern auch aus den umliegenden Dörfern. Fünf Erzieherinnen kümmern sich um die beiden Krippen-, eine Kita- und eine Hortgruppe. Seit zwei Jahren leitet Karin Nölte die Einrichtung. Zuvor war sie 20 Jahre Leiterin der Kita in Karwesee, bevor sie als Erzieherin nach Königshorst wechselte.

Der Kita „Pustewind“ ist das Schicksal der gegenüberliegenden Schule im Ort, die 2012 schließen musste, erspart geblieben. In der Schule sind die Türen inzwischen geschlossen. Doch die Kita-Kinder bringen nach wie vor Leben in den Ort.

Von Dagmar Simons

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