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Ostprignitz-Ruppin Kita-Kinder retten Schwanenkind
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kita-Kinder retten Schwanenkind
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00:40 05.03.2018
Dieser junge Schwan hatte Glück im Unglück und wurde gerettet. Quelle: Foto: Wildtierauffangstation
Berlinchen

Das ist gerade noch mal gut gegangen: Kita-Kinder aus Berlinchen retteten am Freitagvormittag einen jungen Schwan. Er saß völlig entkräftet am Weg zum Sportplatz. Mittlerweile wird er in der Wildtierauffangstation in Struck (Prignitz) aufgepäppelt.

Angie Löblich von der Station gibt ihm gute Überlebens-Chancen. Doch sein Schicksal stand auf Messers Schneide. „Noch eine solche bitterkalte Nacht hätte er nicht überlebt“, da ist sich Ornithologe Jürgen Kaatz sicher.

Kinder hielten den Schwan zunächst für eine Eule

Die Kita-Kinder wollten am Freitagvormittag eigentlich nur einen Winterspaziergang an frischer Luft unternehmen. Dann erblickten sie den Schwan. „Die Kinder hielten ihn zunächst für eine Eule oder eine Ente“, sagt Erzieherin Angela Böhm.

Nachdem sie die Knirpse darüber aufgeklärt hatte, dass es sich um einen Schwan handelt, fragten sie sich, was dem Vogel wohl zugestoßen sein könnte. Hunger, Kälte, eine Verletzung? Und noch wichtiger: Was ist jetzt zu tun? „Wir haben dann das Ordnungsamt in Wittstock informiert, das wiederum Ornithologe Jürgen Kaatz verständigte.

Vogelexperte Kaatz machte sich sofort auf den Weg

Er machte sich sofort auf den Weg nach Berlinchen – und kam wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig. „Der Schwan hatte nur noch ein Drittel seines normalen Körpergewichts“, sagt er. Kurz darauf saß der Vogel schon im Kofferraum seines Autos. Es ging zur Wildtierauffangstation nach Struck.

Dort ist er in bester Gesellschaft. „Wir haben hier momentan 14 Schwäne, davon drei Dauergäste“, sagt Angie Löblich.

Bloß kein Brot an Schwäne verfüttern!

Wer Schwäne unterstützen möchte, solle ihnen Körnefutter anbieten – kein Brot. „Das schädigt ihre Darmflora und trocknet sie aus.“ Auch Greifvögel wie Bussarde oder Eulen hätten zurzeit große Probleme, weil sie kaum etwas zu fressen fänden.

„Die Kinder haben ganz toll reagiert“, so Kaatz. Er befürchtet jedoch, dass viele Vögel der Kälte zum Opfer fallen werden.

Von Björn Wagener

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