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Ostprignitz-Ruppin Naturwacht bekommt Kita-Hilfe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Naturwacht bekommt Kita-Hilfe
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00:23 21.03.2018
Vorsichtig wird der Eimer am Ufer auf die Erde gesetzt. Frösche und Molche suchen nun das Weite und verschwinden im Wasser. Quelle: Cornelia Felsch
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Dierberg

Kröten, Kammmolche und Moorfrösche haben ihren Winterschlaf im Wald am Zollhaus bei Dierberg beendet. Dort wo die Rheinsberger Straße die Wanderroute der Amphibien kreuzt, herrscht jetzt emsiges Treiben – die Wanderung zu den Laichgewässern ist in vollem Gange. Die ehrenamtlichen Krötenzaun-Betreuer haben jetzt alle Hände voll zu tun.

Auf ihrer Wanderung zum Pfuhl, in dem sie aufgewachsen sind, stoßen die Tiere auf den 400 Meter langen Zaun und suchen einen Durchschlupf bis sie schließlich in einen der Eimer fallen, die alle 15 Meter eingebuddelt sind. Diese werden täglich kontrolliert und die Anzahl der Amphibien wird in eine Liste eingetragen – nach Art, Geschlecht und Alter unterschieden.

Die Banzendorfer Naturwacht, die die Krötenzäune in Dierberg und am Neuruppiner Kuhburgsberg betreut, ist diesmal mit den Kindern der Lindower Naturpark-Kita Kinderland unterwegs nach Dierberg, um nach den Kröten Ausschau zu halten. Karen Steinberg und Rüdiger Meyer kommen alle 14 Tage in die Kindertagesstätte. Dann steht für die Vorschulkinder der Naturtag auf dem Programm – diesmal zum Thema Amphibien. „Vor zwei Wochen gab es eine theoretische Einführung mit Froschmodellen aus Kunststoff und in Alkohol eingelegten Kaulquappen“, erzählt Karen Steinberg, die nun erst einmal die Kinder ermuntern muss, sich auch an die lebenden Exemplare heran zu trauen.

Naturwacht-Mitarbeiterin Karen Steinberg (r.) erklärt den Kindern der Lindower Naturparkkita die Besonderheiten des Moorfrosches. Quelle: Cornelia Felsch

Nicht alle sind so mutig wie Mathilda, die als erste damit beginnt einen Eimer zu leeren. Ein Moorfrosch-Männchen und ein Teichmolch-Weibchen kommt zum Vorschein. Auf der Hand halten die Tiere erst einmal ganz still. „Sie stellen sich tot“, erklärt die Rangerin der Naturwacht. „Männchen und Weibchen der Moorfrösche kann man an der Farbe der Unterseite unterscheiden. Bei den männlichen Tieren ist die Kehle hellblau und bei den weiblichen Tieren gelblich.“

45 Moorfrösche holen die Kinder an diesem Tag aus den Eimern. „Wenn die Moorfrosch-Männchen später in das Laichgewässer eintauchen, färben sie sich völlig blau“, sagt Rüdiger Meyer. „Die Färbung dauert aber nur wenige Tage an.“ Die Kinder werden immer mutiger und schließlich wissen sie schon von allein, um welche Art es sich handelt.

Nun ist Otto an der Reihe, doch der Mut verlässt ihn. Er weiß nicht so recht, wie er die schleimigen Tiere am besten zu greifen bekommen kann. Der glitschige Schwamm, der für Feuchtigkeit im Eimer sorgen soll und unter dem sich weitere Tiere verbergen, ist eine weiteres Problem. „I, ist das eklig“, tönt es aus dem Hintergrund.

Die Hälfte der Strecke ist schließlich geschafft und der Eimer soll erst einmal geleert werden. Vorsichtig wird er am Teichrand des kleinen Tümpels abgesetzt und die Tiere suchen das Weite. Fünf Teichfrösche, 83 Teichmolche, sechs Kammmolche und 45 Moorfrösche wurden an diesem Morgen vor dem Verkehrstod bewahrt. Tags zuvor waren es 995 Tiere. Da aber die Temperaturen wieder gesunken sind, ist auch die Wanderlust der Tiere zurückgegangen.

Von Cornelia Felsch

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