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Hoffnung für Kita Miteinander

Retter für Privatkindergarten in Neuruppin in Sicht Hoffnung für Kita Miteinander

Die Betriebserlaubnis für die Neuruppiner Kita Miteinander am Bullenwinkel kann nur verlängert werden, wenn das Haus umgebaut wird. Dafür fehlte bislang das Geld. Jetzt hoffen die Eltern auf das Engagement der Stephanus-Bildungsgesellschaft, die bereits fünf Kitas betreibt.

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Aufatmen bei Kindern, Eltern und Erziehern: Für den Kindergarten ist ein Retter in Sicht.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Für die Neuruppiner Kita Miteinander zeichnet sich eine Rettung in letzter Minute ab. Eigentlich läuft die Betriebserlaubnis für die Kita Ende Juli aus. Jetzt hofft der Träger der Kita, der Kinderförderverein Miteinander, einen finanzstarken Retter gefunden zu haben – die Stephanus Stiftung und ihre Tochter, die Stephanus-Bildungsgesellschaft.

Das Haus im Neuruppiner Bullenwinkel müsste dringend saniert werden, damit die Kita eine dauerhafte Betriebserlaubnis erhalten kann. Die Eltern hoffen, dass die Stephanus-Bildungsgesellschaft die gewaltigen Sanierungskosten und die Trägerschaft für die Kita übernimmt. Noch fehlt ein entsprechendes Vertragswerk. Doch wollen die Vertragspartner eine Absichtserklärung aufsetzen, in der sie sich zu dem Kitastandort bekennen. Die Stephanus-Stiftung hat die Erklärung nach eigenem Bekunden schon unterschrieben. „Die Grundstimmung ist sehr positiv“, sagt die Vorsitzende des Kinderfördervereins Miteinander Ramona Sommer. „Wir sind total optimistisch.“

Die Stephanus Bildung betreibt bereits fünf Kitas in Templin und Berlin. Ab 2016 will der diakonische Bildungsanbieter auch ein Haus in Kyritz übernehmen. Geschäftsführer Martin Reiche kann sich durchaus vorstellen, künftig auch die Kita Miteinander zu betreiben – wenn es sich rechnet. Noch steht eine entsprechende Prüfung aus. Doch Reiche hat mit dem Förderverein und der Stadt bereits viele Gespräche geführt. Von dem Engagement der Neuruppiner Eltern ist er beeindruckt. „Nichts ist wichtiger als das Engagement vor Ort“, sagt er. „Das kann man doch nicht an einem Schreibtisch entwerfen.“

Um die Kita zunächst über den 31. Juli zu retten, hatte der Verein vor einigen Wochen einen Bauantrag gestellt. Ganz dringend geforderte Umbauten wie etwa Brandschutzdecken sollen damit ermöglicht werden. Stimmt der Kreis diesem Antrag zu, verlängert das Ministerium die Betriebserlaubnis für die Kita ein weiteres Mal – so die Hoffnung der Vereinsvorsitzenden Sommer und ihrer Mitstreiter. Verein und Stephanus-Bildungsgesellschaft hätten wertvolle Zeit gewonnen, um über die künftige Trägerschaft des Hauses zu verhandeln.

 

Betreiber von Schulen. Kindergärten und Beratungsstellen

Die Stephanus-Bildungsgesellschaft betreibt bereits fünf Evangelische Kindertagesstätten in Berlin und Templin. Außerdem unterhält sie drei Schulen, Frühförder- und Beratungsstellen sowie das Familienzentrum „Netzwerk Frühe Hilfen Uckermark“ in Templin.

Das Unternehmen gehört zu der Stephanus Stiftung, die mit ihren neun Tochtergesellschaften auch Angebote in der Alten-, der Behinderten- und der Kinder- und Jugendhilfe macht.

Die Stiftung ist bereits Eigentümer der Miteinander-Immobilie. Für einen kindergartengerechten Umbau, sind aufwändige Arbeiten nötig – unter anderem beim Brandschutz, bei der Elektrik und den Sanitäranlagen.

Bislang hatten die Eltern der Kita Miteinander auf einen Investor gehofft, der das Haus kaufen, sanieren und schließlich an den Verein vermieten würde. Doch alle Verhandlungen mit Investoren scheiterten. Mit der Stephanus-Bildungsgesellschaft als möglichem Träger für die Kita hofft der Verein einen neuen Weg gehen zu können. Natürlich, so Sommer, sei es „ein merkwürdiger Gedanke“, wenn künftig nicht mehr ein Elternverein das Haus betreibe. Doch die Konzeption des Hauses – altersspezifische Gruppen, halboffene Angebote – lasse sich hoffentlich erhalten. „Wir sind noch immer wir“, sagt Ramona Sommer

42 Kinder besuchen derzeit die Kita. Die Warteliste für einen Platz ist lang. Die Eltern hoffen, dass die Stephanus-Bildungsgesellschaft die Kita nicht nur saniert, sondern auf später 70 Plätze ausbaut. Nach Schätzungen der Eltern liegen die Kosten für einen kompletten Umbau bei 500 000 Euro.

Von Frauke Herweg

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