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Kita Rittersporn zieht weite Kreise

Wittstock Kita Rittersporn zieht weite Kreise

Der Verein Rittersporn ist seit Januar 2016 Träger der gleichnamigen Kita in Wittstock. Auch Eltern aus dem Raum Heiligengrabe, Kyritz und Pritzwalk entscheiden sich für diese Einrichtung. Das Haus ist voll ausgelastet, schon jetzt liegen Anmeldungen bis 2019 vor. Grundlage der pädagogischen Arbeit bildet das ganzheitliche Lernen nach Maria Montessori. Der Verein möchte im kommenden Jahr umfangreiche Arbeiten am Gebäude vornehmen.

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Seit diesem Frühjahr bringt Heidi Schäfer (r.) den Vorschülern spielerisch Plattdeutsch bei.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Das Thema Essen spielt in der Kita Rittersporn in Wittstock immer wieder eine Rolle. „Wir haben die Vision, bei uns in der Einrichtung zu kochen, vielleicht schon ab Sommer nächsten Jahres“, sagt Kitaleiterin Christine Weinz.

Der Verein Rittersporn ist seit Januar 2016 Träger dieser freien Kita. Er übernahm damals die Trägerschaft vom Verein Brausebach.

Zur Zeit des Trägerwechsels waren 27 der 32 Plätze belegt – mittlerweile platzt die Kita aus den Nähten. „Wir haben schon Anmeldungen für das nächste und übernächste Jahr“, sagt Christine Weinz. Dabei beobachtet sie seit zwei Jahren auch einen zeitlichen Wandel: Die Eltern melden ihre Kinder für einen Platz in der Kita Rittersporn immer früher an – inzwischen schon fast ein Jahr im Voraus. „Wir hatten zunächst nur gehofft, dass die Kita voll ausgelastet wird, aber jetzt freuen wir uns natürlich über diese Resonanz“, sagt Vereinsvorsitzender Kay-Michael Thonack.

Die Hortkinder Maya (l) und Imme entdecken im handgefertigten Adventskalender täglich Aktionen

Die Hortkinder Maya (l.) und Imme entdecken im handgefertigten Adventskalender täglich Aktionen

Quelle: Christamaria Ruch

Neben Kindern aus Wittstock besuchen fünf Mädchen und Jungen aus der Gemeinde Heiligengrabe und ein Kind aus dem Raum Kyritz die Einrichtung. Ab 2018 sind auch zwei Kinder aus der Region Pritzwalk dabei.

Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden das ganzheitliche Lernen nach Maria Montessori und das Entwickeln gleichwürdiger Beziehungen nach Jesper Juul. Geöffnet ist montags bis freitags in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.15 Uhr. Kinder im Alter von einem Jahr bis Ende der vierten Klasse können die Einrichtung besuchen. Hortkinder werden seit zwei Jahren dort betreut.

„Wir haben im vergangenen und diesen Jahr jeweils bis Sommer eine Erhöhung der Kapazität um drei Plätze beantragt und bewilligt bekommen“, sagt Christine Weinz. „Wegen der ungebremsten Nachfrage überlegen wir, dauerhaft die Kapazität zu erhöhen“, sagt Kay-Michael Thonack. Ausreichend Platz ist dafür im Gebäude vorhanden. Nun strebt der Verein 2018 Sanierungsarbeiten in Absprache mit der Stadt Wittstock als Vermieter des Objektes an. „Dafür haben wir jetzt die Grundlage geschaffen“, so Thonack.

Das Kitateam

Das Kitateam: Katrin Flinzner, Kay-Michael Thonack, Christine Weinz und Christine Nandzik (v.l.).

Quelle: Christamaria Ruch

Denn der Mietvertrag ist bis 2027 abgeschlossen und kann mit Zweijahresfrist verlängert werden. Es geht um Sanierungen und Instandhaltungsarbeiten. Neben neuer Elektrik soll auch das Heizsystem umgestellt werden. Der Sanitärbereich und die Regenentwässerung stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Darüber hinaus ist „in Eigeninitiative mit den Eltern geplant, eine Holzverschalung an die Fassade zu bringen. Das ist eine optische Verbesserung“, so Thonack.

Neben Kitaleiterin Christine Weinz sind Katrin Flinzner, Steffi Modl und Christine Nandzik als Erziehrinnen tätig. Sie betreuen die Kinder in den drei Kitagruppen und einer Hortgruppe. „Das Thema Sprache bedeutet mir in der Kindererziehung sehr viel“, sagt Christine Weinz. Da war es fast selbstverständlich, dass auch Plattdeutsch in das Angebot aufgenommen wird.

Mira (l) und Johanna gehören zu den jüngsten Kitakindern

Mira (l.) und Johanna gehören zu den jüngsten Kitakindern.

Quelle: Christamaria Ruch

Seit diesem Frühjahr besucht Heidi Schäfer vom Verein für Niederdeutsch in Brandenburg regelmäßig die Kita und vermittelt den Vorschülern auf spielerische Weise diese Regionalsprache. „Ich habe im Herbst die Schulung ,Buntes op Platt för de lütten Lüüd’ in Wittstock besucht“, sagt Christine Weinz.

Imme, Magdalena und Maya gehören zu den Hortkindern. „Die fünf Hortkinder haben zuvor als Kitakind die Einrichtung besucht“, sagt Kay-Michael Thonack. „Ich mag am liebsten den Bewegungsraum und wenn wir draußen sind“, sagt die achtjährige Imme. Die drei Mädchen dürfen jetzt mittags nach der Schule immer eine Tür am Adventskalender öffnen. „Morgens sind die Kitakinder dran und mittags die Schüler“, sagt Christine Weinz. Hinter jeder Tür steckt eine Aktion: Gestecke basteln, Lebkuchenhaus zusammen setzen oder eine Theateraufführung besuchen. Für jeden Tag bis Heiligabend wird bei diesem handgefertigten Kalender eine Kerze angezündet und die Holzfiguren Maria und Josef rücken täglich weiter, bis sie den Stall in Bethlehem Heiligabend erreichen.

Von Christamaria Ruch

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