Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Kita droht wegen DDR-Elektrik die Schließung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kita droht wegen DDR-Elektrik die Schließung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:44 02.03.2018
Der Waschraum in der Dorf Zechliner Kita wurde vor ein paar Jahren saniert. Doch die Elektrik ist immer noch marode. Der Landkreis drohe mit deshalb mit der Schließung der Einrichtung, so das Rheinsberger Rathaus. Quelle: Anne Voß
Anzeige
Dorf Zechlin

Die Dorf Zechliner Kita „Waldzwerge“ könnte geschlossen werden, wenn die Elektrik in der Einrichtung nicht erneuert wird. Wie viel Zeit die Kommune hat, um bei der Anlage aus den 80er Jahren nachzubessern, sei offen, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. „Es gibt keine Deadline vom Landkreis. Aber wir müssen jetzt handeln.“ Eine Lösung hat er parat: Die Stadt hat sich um Fördergeld für eine neue Anlage, die 80 000 Euro kosten soll, beworben – und eine Zusage aus dem Landesinvestitionsprogramm für Kitas bekommen. Bis Ende März muss die Kommune nun bestätigen, dass sie für das Projekt 44 000 Euro Eingenanteil stellt.

Bauausschuss billigt Vorstoß aus dem Rathaus nicht

Und genau das ist der Pferdefuß. Denn die Stadt hat bislang kein Geld für das Projekt vorgesehen. Hinzu kommt, dass Rheinsberg erst in der zweiten Jahreshälfte den Etat beschließen soll. Bis dahin sei das Fördergeld längst weg, stellt Schwochow klar. Deshalb bittet er die Stadtvertreter jetzt, die Ausgabe im Vorgriff auf den Haushalt zu bestätigen – erleidet aber zumindest im Bauausschuss eine Schlappe.

Stadtvertreter wollen Pläne für eine Kita-Gesamtsanierung

Sven Alisch, SPD-Fraktionschef in Rheinsberg, plädierte dort am Montagabend vehement gegen „Flickschusterei“ und dafür, gleich das gesamte Kita-Gebäude unter die Lupe zu nehmen – auch wenn das länger dauern sollte. Er monierte, dass das Rathaus die geplante Reparatur mit niemandem abgestimmt habe. CDU-Stadtvertreter Björn Plazikowski machte sich ebenfalls für einen Gesamtsanierungsplan stark – am besten gleich für beide Kitas in städtischer Hand, also auch für die Einrichtung in Linow. Aus seiner Sicht hätte die Stadt aktuell gute Chancen, Fördergeld für die Erneuerung des ganzen Hauses in Dorf Zechlin zu bekommen. Und zwar mit einem höheren Förderanteil als den 45 Prozent, die Rheinsberg jetzt bekommen soll.

Bauamtsleiter plädiert für schnelle Erneuerung der Anlage

Der sachkundige Einwohner Uwe Langer opponierte: „Wollen wir die Anlage erst machen, wenn ein Kind durch einen Elektroschlag gestorben ist?“. Die Elektrik sofort zu erneuern, sei auch kein Hindernis für spätere Sanierungsarbeiten. Das bestätigte Bauamtsleiter Daniel Hauke. Auch er sei zwar dafür, mehr in den beiden Kitas zu machen, deren Zustand „prekär“ sei. Das meiste könnte man aber auch – anders als die Elektrik – erst in einigen Jahren erledigen. Trotz der Einwände plädierte der Ausschuss am Ende dafür, dass die Stadt erst Gesamtsanierungspläne erstellt, und vertagte die Entscheidung zur Elektroanlage.

Bürgermeister verweist auf schwache Finanzen

Schwochow gibt zu, dass es einen Sanierungsstau in den beiden Kitas gibt. Bis März sei aber eine Gesamtplanung nicht zu stemmen. Er glaubt auch nicht, dass die Stadt 2017 oder 2018 Geld für einen Rundumschlag haben wird. Die Elektroanlage dränge aber. „Es muss klar sein: Wir können sie jetzt mit Fördermitteln erneuern oder werden sie später im Jahr ohne Fördergeld machen müssen.“ Dass die Elektrik saniert werden muss, sei seit Sommer 2017 im Rathaus bekannt, sagt Schwochow, der seit Januar Verwaltungschef ist. Die Stadtvertreter seien jedoch nicht über die Tragweite des Problems informiert worden. Das Bauamt habe erst im Januar einen Förderantrag gestellt.

Von Celina Aniol

Nicht nur der einst sehr seltene Biber breitet sich in der Region immer weiter aus. Auch andere Nager wie Nutria und Bisam fühlen sich in heimischen Bächen und Gräben ziemlich wohl.

02.03.2018

In Wittstock steht eine umfassende Straßensanierung bevor. Die geplante Umleitung stößt jedoch auf harte Kritik, weil sie viele Kunden vom Gewerbegebiet an der Pritzwalker Straße fernhalten würde. Vor allem der Hagebaumarkt will die Umleitungspläne verhindern.

02.03.2018

Heizungen fallen aus, manche Arbeiten werden schwieriger: Wenn die kalte Jahreszeit wirklich kalt ist, verlangt sie vielen Menschen einiges ab. Die MAZ hat sich umgehört.

02.03.2018
Anzeige