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Kita mit individueller Betreuung

Fehrbellin Kita mit individueller Betreuung

Die evangelische Kita in Fehrbellin wurde in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Es ist dort Platz für 50 Kinder. Sieben Erzieherinnen kümmern sich um den Nachwuchs, darunter Anett Engler. Sie besuchte als Kind die Einrichtung, genauso wie ihre Mutter und ihre eigenen drei Kinder. Aus ihrer Sicht hat sich dort vieles positiv verändert.

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Im Morgenkreis musizieren die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen.

Quelle: FOTOS (2): Peter Geisler

Fehrbellin. Es ist mucksmäuschenstill. Anett Engler liest eine Geschichte vor, in der Igel, Rehe, Eichhörnchen, Eule, Specht, Laub und die Sonne vorkommen. Die Kinder warten auf ihren Einsatz, ausgerüstet mit Trommeln, Rasseln, Triangeln und Klanghölzern. Fällt ein Begriff, raschelt das Laub, klopft der Specht, alles instrumentalisch unterlegt.

Täglich sitzen die Kinder im Morgenkreis zusammen

Jeden Tag um 9 Uhr versammelt sich eine Gruppe der evangelischen Kita Fehrbellin zum Morgenkreis in ihrem großen Gruppenraum. Er befindet sich dort, wo früher der Heuboden des ehemaligen Ackerbürgerhauses an der Berliner Straße war. Die Kirche hat die 80 Quadratmeter große Fläche zu einem lichtdurchfluteten Gruppenraum für die Vier- bis Siebenjährigen ausgebaut – mit abgetrenntem Lern-, Spiel-, Sanitär- und Küchenbereich.

Bereits 2011 war die frühere Durchfahrt umgebaut worden. Dort ist nun Platz für die Garderobe. Neu ist ein Fernseher im Foyer. Dort laufen aber keine Zeichentrickfilme, sondern Bilder von Veranstaltungen wie dem Sankt-Martinsfest. Da haben die Kinder Pakete bekommen, die sie für Kinder in Osteuropa zu Weihnachten packen können, wie Erzieherin Dörte Kregel erklärt. Auch so erfahren die Kleinen den Gedanken des Teilens.

Musizieren, singen und lernen

Nun ist Zeit für den täglichen Morgenkreis. In der Mitte des Gruppenraumes sitzen 13 Kinder im Kreis zusammen, in der Mitte steht eine Kerze. Außergewöhnlich ist, dass diesmal Pfarrer Siegfried Freye zu Besuch ist. Er wird freudig begrüßt und gleich in den Kreis aufgenommen. Er musiziert und singt mit.

Erzieherin Dörte Kregel übt mit den Kindern spielerisch die Reihenfolge der Wochentage. So ganz klappt das noch nicht. „Das müssen wir noch üben“, sagt Dörte Kregel. Sie ist seit 1991 in der Kita beschäftigt. Früher, als gerade einmal Platz für 30 Kinder war, hätte sie auf den familiären Charakter der Einrichtung abgestellt. Jetzt betont sie, dass sie und ihre Kolleginnen auf jedes Kind individuell eingehen. Heute gibt es 50 Plätze, von denen derzeit 47 belegt sind. Betreut werden die Kinder von sieben Erzieherinnen.

Erzieherin arbeitet in der Stätte ihrer Kindheit

Anett Engler, die für die Gruppe der Größeren zuständig ist, kennt die Kita bereits seit Kindertagen. Ihre Mutter war dort, sie selbst ebenfalls und ihre drei Kinder auch. Beruflich hat Anett Engler mit der Kita erst seit Januar 2015 etwas zu tun. Die gelernte Industriekauffrau ließ sich nach einer längeren Erziehungspause umschulen. „Ich habe gedacht, jetzt oder nie“, erzählt sie. Nun arbeitet sie dort, wo sie einst betreut wurde. „Es hat sich vieles positiv verändert“, sagt sie. Sie ist mit Begeisterung bei der Sache, das merkt man ihr an und auch den Kindern, die mit Feuereifer mitsingen. An diesem Tag wird der Morgenkreis überzogen, die Kinder müssen noch loswerden, was sie alles am Wochenende vorhaben. Die Oma besuchen, ins Kino gehen – es sprudelt nur so aus ihnen heraus.

Dann ist es Zeit, in den Garten zu gehen, wo bereits die Zwei- bis Vierjährigen toben. Während der Raum im Obergeschoss den beiden großen Gruppen vorbehalten ist, haben die Kleinen im Erdgeschoss ihr Domizil. Das bekam in diesem Sommer einen neuen Anstrich und einen neuen Bodenbelag.

Im angrenzenden Kleinkindbereich sind an diesem Tag nur zwei der sonst neun Kinder. Arnold hat offensichtlich Pfarrer Freye in sein Herz geschlossen und zeigt ihm seine Spielsachen. An der Wand sind kleine Holzbetten aufgestapelt, mit Motiven wie Sonne und Mond. Diese wurden gerade erst angeschafft, sagt Dörte Kregel.

Der Schlafraum soll noch im Dezember gemalert werden und einen neuen Fußboden bekommen. Dafür sammeln die Mitarbeiterinnen bei Fehrbelliner Betrieben Spenden, um die Renovierung bezahlen zu können. Wenn das geschafft ist, dann ist alles schick.

Von Dagmar Simons

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