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Kita möchte Sportabzeichen erwerben

Heiligengrabe Kita möchte Sportabzeichen erwerben

66 Kita- und 50 Hortkinder besuchen derzeit die Kita „Haus der kleinen Strolche“ in Heiligengrabe. Bis Ende des Jahres werden alle Plätze belegt. Die Kita erlangte schon etliche Lorbeeren bei Wettbewerben. Ab September steht mit dem Sportabzeichen „Jolinchen“ das nächste Projekt in den Startlöchern.

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Jeder Tag steckt für die Kitakinder und Erzieherinnen in Heiligengrabe voller Entdeckungen.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. So viele Feste, Ausflüge und Feiern. Die Kinder und Erzieherinnen in der Kita im„Haus der kleinen Strolche“ in Heiligengrabe absolvieren derzeit ein straffes Programm. Am vergangenen Freitag kehrten die Hortkinder vom Angeln in Blumenthal zurück und übernachteten dann in der Kita. Am kommenden Freitag, 1. Juli, steht das Kinderfest unter dem Motto „Bauern“. „Natürlich darf der Klassiker Eierlaufen nicht fehlen, aber es gibt auch Spiele wie Erbsen aussäen, Obst und Gemüse ertasten, den Gummistiefelzielwurf oder das Bauen eines kleinen Stalls“, verrät Kitaleiterin Dietlinde Bolduan. Und nur eine Woche später, am Donnerstag, 6. Juli, werden die sechs Abc-Schützen mit großem Bahnhof aus der Kita verabschiedet.

Wer an der Kitatür klingelt, sieht, welche Lorbeeren das Kitateam in den letzten Jahren erntete. Die Plakette „Felix“ zeigt, wie musikalisch die Einrichtung aufgestellt ist. Die fünf goldenen Sterne aus 2015 vom Berliner Institut Quecc belegen die sehr gute Bildungsarbeit. Außerdem ist das Haus seit 2012 „Gesunde Kita“ und die Einrichtung ging 2014 bei der Kitaolympiade als Sieger auf Kreisebene hervor. Doch das Team aus zwölf Erzieherinnen legt die Hände nicht in den Schoß. „Die Ideen gehen uns nicht aus, es fehlt vielmehr die Zeit, alles im Alltag unterzubringen“, so Dietlinde Bolduan.

Schönes Recycling

Schönes Recycling: Blumen wachsen in den aufgehängten ausgedienten Gummistiefeln.

Quelle: Christamaria Ruch

„Im September starten wir das nächste Projekt und das erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren“, sagt sie. Gemeint ist das Sportabzeichen „Jolinchen“. Dabei stehen die Gesundheit der Kinder, das seelische Befinden der Erzieher und die Elternmitarbeit im Mittelpunkt. „Eigentlich berücksichtigen wir viele dieser Sachen schon in unserer täglichen Arbeit“, so Bolduan. Demzufolge fällt es dem Team leicht, all die Aufgaben oder Kriterien im Rahmen von „Jolinchen“ zu erfüllen. „Die Projekte müssen zu uns passen“, unterstreicht Bolduan. Immerhin spielen drei Erzieherinnen Gitarre, eine Breitensporttrainerin arbeitet im Team und gut dreiviertel der Erzieherinnen sind privat sportlich aktiv.

66 Kita- und 50 Hortkinder besuchen die Einrichtung

Derzeit besuchen 66 Kita- und 50 Hortkinder die Einrichtung. Für maximal 122 Kinder ist das Haus ausgelegt. „Bis Ende des Jahres sind alle Plätze belegt“, so Bolduan. Alle sechs Gruppen sind altershomogen. Im Sommer zieht der Hortbereich aus Kapazitätsgründen aus und wechselt in die örtliche Grundschule. Dann stehen vier Räume in der Kita frei und werden an die Vorschulgruppe vergeben. „Die vier Räume werden als Essen-, Schlaf-, Bau- und Kreativraum eingeteilt“, so die Kitaleiterin. Weil die Gruppen altershomogen sind, erleben die zukünftigen Schulanfänger „jeden Tag Vorschule, denn alles, was wir täglich tun, bereitet auf das Leben vor“, sagt sie.

Für die Jüngsten steht seit kurzer Zeit ein sogenannter Krabbelgarten im Außenbereich bereit. In diesem abgetrennten Spielbereich entdecken die kleinsten Mädchen und Jungen ihre Welt, bevor sie sich ein oder zwei Jahre später zu den anderen Kindern auf dem 3000 Quadratmeter großen Außengelände gesellen. Im Krabbelgarten wechseln sich Gras- und Pflasterbereiche ab, Buddelkiste, Fahrzeuge und Klettergeräte sorgen für Kurzweil. Ein Hingucker sind zweifelsohne die bepflanzten Gummistiefel der Kinder, die dort am Zaun angebracht sind. Sommerblumen wachsen in dem ausgedienten Schuhwerk. „Wir hatten das mal auf einem Foto gesehen und es hat uns gleich gefallen“, sagt Dietlinde Bolduan.

Von Christamaria Ruch

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