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Ostprignitz-Ruppin Erst die Kinder vor Ort, dann alle anderen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erst die Kinder vor Ort, dann alle anderen
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00:32 18.03.2018
Die Kita Gänseblümchen in Zaatzke ist voll belegt. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

Die Kriterien zur Vergabe von Kitaplätzen in der Gemeinde Heiligengrabe werden voraussichtlich im Mai im Bildungsausschuss diskutiert. Bisher gebe es zwei Kriterien, sagte Bürgermeister Holger Kippenhahn auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung:

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Entscheidend sei das Eingangsdatum der Anmeldung. Außerdem würden in der Kita in Herzsprung nur Kinder aus der Gemeinde Heiligengrabe aufgenommen. Wegen der verkehrsgünstigen Lage gebe es ebenso Anfragen von Eltern aus dem Raum Kyritz.

Mike Koch aus Zaatzke, Vater zweier Kita-Kinder, möchte erreichen, dass bei der Vergabe der Plätze jene Kinder bevorzugt werden, die in dem Dorf wohnen, in dem sich die Kita befindet. Das hieße: Zuerst Blumenthaler Kinder in die Blumenthaler Kita; Heiligengraber Kinder für die Heiligengraber Kita und so weiter. Aktuell besuche seine Tochter die Kita im Heimatdorf Zaatzke; sein Sohn aber solle in Heiligengrabe betreut werden. Grund: In Zaatzke fehle der Platz.

Gemeinde plant einen Anbau

Bürgermeister Kippenhahn erklärt die Situation: Zurzeit gebe es dort 44 Plätze – vier mehr als normalerweise. Möglich mache das eine Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes bis zum 31. August. Danach falle die Kapazität wieder auf 40 Plätze zurück. Die Gemeinde plane jedoch einen Anbau. Er würde 15 zusätzliche Plätze schaffen. Dafür seien Fördermittel beim Land beantragt, deren Bewilligung ausstehe. Sollte das Geld fließen, würde der Bau in diesem Jahr beginnen. Die zusätzlichen Plätze könnten voraussichtlich zum 1. Januar 2019 zur Verfügung stehen.

Ausnahme sollte länger gelten

Vor diesem Hintergrund bat Mike Koch darum, die Ausnahmegenehmigung so lange zu verlängern, bis der Anbau fertig ist. Dem stimmt Bürgermeister Kippenhahn zu. Sobald die Fördermittelzusage da ist, solle die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Er ist optimistisch, dass das klappt: „Gute Chancen auf eine Verlängerung bestehen immer dann, wenn die Erweiterung einer Kita absehbar ist“, sagt er.

Aber auch mit Ausnahmegenehmigung könnten nicht alle Kinder in Zaatzke betreut werden, deren Eltern das gern hätten. Die 44 Plätze seien belegt. Elf Kinder stünden auf der Warteliste. Das heißt, sie seien angemeldet, aber in ihrer Entwicklung noch nicht so weit, um in die Kita zu gehen, so Kippenhahn.

Für jedes Kind einen Kitaplatz

Die Gemeinde sei in der Lage, jedem Kind einen Kita-Platz im Gemeindebereich anzubieten, jedoch nicht immer am Wohnort der Eltern. Der Bürgermeister machte das an den aktuellen Zahlen fest: Die Kita Trollblümchen in Blumenthal könne bis zu 95 Kinder aufnehmen. Besucht werde sie von 70 Kindern; elf warten. In Heiligengrabe gebe es bis zum 31. Dezember Platz für bis zu 158 Kinder; 142 Plätze seien belegt, 13 Anmeldungen warten. In Herzsprung betrage die Kapazität 57 Kinder; 48 besuchten die Kita; elf warten.

Bildungsausschuss wird darüber diskutieren

Auf Antrag des Bürgermeisters werde der Bildungsausschuss darüber diskutieren, ob Eltern aus dem Ort der Kita tatsächlich ein Vorrecht bei der Platzvergabe bekommen sollen. Möglich sei, dass auch noch ganz andere Kriterien – wie etwa das Einkommen – betrachtet werden könnten.

Sollte ein solches Vorrecht eingeräumt werden, so weist Bürgermeister Kippenhahn jedoch darauf hin, dass Eltern aus den meisten Dörfern „das Schicksal teilen“, keine Kita im Wohnort zu haben.

Von Björn Wagener

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