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Klangenuss aus über 800 Pfeifen

Wittstock Klangenuss aus über 800 Pfeifen

Was für ein faszinierendes Instrument die Orgel ist, das zeigte der Weimarer Musiker Wieland Meinhold am Donnerstagabend den Wittstockern in der Heilig-Geist-Kirche. Nach einer Orgelführung zeigte er, was in über 800 Pfeifen zählenden Schuke-Orgel steckte. Mit Werken von Georg Philipp Telemann nahm er das Publikum mit auf eine musikalische Reise in die Barockzeit.

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Fühlte sich auch an der Schuke-Orgel in der Heilig-Geist-Kirche wohl: Organist Wieland Meinhold entlockte dem Instrument meisterhafte Klänge.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Bevor der Weimarer Organist Wieland Meinhold am Donnerstagabend in der Heilig-Geist-Kirche in die Tasten der dortigen Schuke-Orgel hauen konnte, erklärte er interessierten Wittstockern noch detailliert das Instrument. „Ich habe gar nicht gewusst, dass die Orgel über 800 Pfeifen aus verschiedenen Materialien hat“, schwärmte Heidemarie Morling von der Orgelführung. Eine Stunde hatte sich der Musiker Zeit genommen, seinen Zuschauern das Instrument vorzuführen und zu erklären, wie jeder Ton entsteht.

Kantor Uwe Metlitzky (l) begrüßte das Publikum

Kantor Uwe Metlitzky (l.) begrüßte das Publikum.

Quelle: Christian Bark

Danach begrüßte Wieland Meinhold zunächst musikalisch an der Orgel, um danach kurz auf sein Programm einzugehen. „Ich bin immer wieder gerne in Wittstock und schlendere durch die Gässchen“, sagte er. Eigentlich hätte das Konzert in der Marienkirche an der großen Lütkemüllerorgel stattfinden sollen, doch dort sei es nach Auskunft von Wittstocks Kantor Uwe Metlitzky zu kühl gewesen. „Und Georg Philipp Telemann in der Kälte zu hören, das geht ja wohl gar nicht“, betonte Wieland Meinhold. So war man lieber auf die wärmere Heilig-Geist-Kirche ausgewichen. „Ist sowieso viel gemütlicher hier“, sagte Heidemarie Morling. Und auch die kleinere Orgel hatte für Wieland Meinhold durchaus ihren Reiz. „Ich bin gespannt, wie das musikalische Gespräch zwischen Tutti und Solo verläuft“, sagte der Musiker.

Das Gespräch verlief äußerst klangvoll. Mal voller Kraft, mal heiter und beschwingt, mal träumerisch-nachdenklich verlief das Konzert. Wieland Meinhold spielte vor allem Telemann, jenen Barockkomponisten, aus dessen Feder mehr als 400 Werke stammen und der seinerzeit berühmter als Johann Sebastian Bach gewesen sein soll. Meinhold bezeichnete Telemann zudem als den vielleicht französischsten Barockkomponisten Deutschlands. Französisch waren auch die Orgelklänge von Guillaume-Gabriel Nivers oder Francois Couperin. Der war laut Meinhold eigentlich Cembalist gewesen, aber damals sei man eben von Tastatur zu Tastatur gewandelt.

Das nächste Festkonzert wird ein barockes sein. Es findet am Donnerstag, 22. Juni, in der St.-Marien-Kirche statt. Dort spielen ab 19 Uhr dann Hannes Maczey an der Piccolo- und Barocktrompete sowie Tobias Berndt an der Orgel Werke Telemann und Bach. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Von Christian Bark

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