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Ostprignitz-Ruppin Klares Veto gegen Windkrafteignungsgebiete
Lokales Ostprignitz-Ruppin Klares Veto gegen Windkrafteignungsgebiete
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00:19 06.08.2017
In der Temnitz-Region stehen bereits viele Windräder – auch in Kränzlin Quelle: Peter Geisler
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Wildberg

Der Amtsausschuss Temnitz lehnt alle Windkrafteignungsgebiete ab, die der Regionalplan Prignitz-Oberhavel in seinem zweiten Entwurf für das Amtsgebiet ausweist. Fünf Eignungsgebiete würden die Temnitz-Region direkt oder indirekt betreffen. Am Mittwochabend hatten die Mitglieder des Amtsausschusses einstimmig eine kritische Stellungnahme des Amtes befürwortet. Die Hauptargumente gegen die Eignungsgebiete: Sie liegen zu nahe an Siedlungen. Sie sind teilweise im Wald.

So sind die Eignungsgebiete Kantow-Walsleben, Ganzer-Wildberg, Darsikow-Rossow und das in der Nachbargemeinde liegende Eignungsgebiet Manker-Protzen nur 1000 Meter von den nächsten Siedlungen entfernt. Zwischen den Windrädern des Eignungsgebietes Bechlin-Walsleben und den nächsten Orten liegen sogar nur 750 Meter. Im Amtsausschuss hatte man sich jedoch schon früh auf einen Mindestabstand von 1500 Metern verständigt. „Das muss auch sein“, sagt der Vorsitzende des Amtsausschusses und Regionalrat Thomas Voigt. „Lärm macht krank.“

Widerstand gegen Windkraftanlagen im Wald

Die Windräder der Eignungsgebiete Kantow-Walsleben und Darsikow-Rossow würden sich auch auf Waldflächen drehen. Auch dagegen wehrt sich die Temnitz-Region. In den vergangenen Wochen hatten sich die sechs Gemeinden des Amtes Temnitz schon klar gegen die sie betreffenden Eignungsgebiete ausgesprochen und entsprechende Stellungnahmen zum Regionalplan befürwortet.

Eigentlich hätten alle Stellungnahmen zum zweiten Entwurf des Regionalplans zum vergangenen Montag abgegeben sein müssen. Das Amt Temnitz bat um eine Verlängerungsfrist und wird seine Stellungnahme bis zum 11. August abschicken. „Diese Zeit brauchen wir auch“, sagt Amtsdirektorin Susanne Dorn.

Insgesamt 1700 Stellungnahmen zum Regionalplan

Bis zum Montag waren bei der Regionalen Planungsgemeinschaft insgesamt etwa 1700 Stellungnahmen zum zweiten Entwurf des Regionalplans abgegeben worden – weniger als zum ersten Entwurf vor zwei Jahren im Sommer. Damals hatte es 2170 Hinweise gegeben. Allein am letzten Abgabetag hatten noch einmal 750 Stellungnahmen die Planungsgemeinschaft erreicht. „Das war noch mal ein großer Stapel“, sagt der Leiter der Regionalen Planungsstelle Ansgar Kuschel.

Die Mitarbeiter der Planungsstelle haben drei Eignungsgebiete ermittelt, bei denen es mit bis zu 130 Stellungnahmen besonders viele Hinweise gibt. Zwei davon liegen in Ostprignitz-Ruppin: die Gebiete Manker-Protzen und Breddin-Kötzlin-Stüdenitz. Auch zu dem in der Prignitz liegenden Eignungsgebiet „Groß Welle-Kletzke-Schrepkow“ gab es viele Hinweise.

260 Flächeneigentümer sprachen sich für Windenergie aus

Die allermeisten Hinweise zum künftigen Regionalplan beschäftigen sich mit dem Thema Windenergie. Etwa die Hälfte setzt sich allgemein mit dem Thema Windkraft auseinander, die andere Hälfte zielt auf die konkreten 34 vorgeschlagenen Eignungsgebiete ab. Dabei überwiegt die Forderung, dass Gebiete entfallen oder reduziert werden sollen. Etwa 20 Prozent der zu konkreten Gebieten abgegebenen Hinweise regen allerdings auch eine Erweiterung von Eignungsgebieten an. Insgesamt hatten sich 260 Flächeneigentümer an die Regionale Planungsgemeinschaft gewandt und sich für einen Ausbau der Windenergie ausgesprochen.

Bis Ende des Monats will die Planungsgemeinschaft die Unterlagen sichten. Dann soll der weitere Arbeitsplan festgelegt werden. Wann die Regionalversammlung den Plan beschließt, ist noch offen.

Von Frauke Herweg

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