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Ostprignitz-Ruppin Kleckerburgenparadies am Obersee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleckerburgenparadies am Obersee
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16:52 04.08.2017
Der Sandstrand im Obersee bei Bork ist ein Badeparadies. Quelle: André Reichel
Bork

Weit ab von viel befahrenen Straßen, auf halber Strecke zwischen der alten Bischofsstadt Wittstock und der Knatterstadt Kyritz gelegen, fügt sich das beschauliche Dorf Bork in eine ausgedehnte Kiefernwaldlandschaft ein. Zwar verfügt Bork über keinerlei Einkaufsmöglichkeiten mehr und auch die letzte Kneipe ist schon lange geschlossen, doch seine Anlage in Form eines Runddorfes macht den Ort im gesamten Altkreis Kyritz zu etwas ganz besonderes. Gegenüber der romantischen, um 1910 errichteten Kirche steht ein Fachwerkhaus, das noch aus der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg stammen soll und einst die Dorfschule beherbergte.

Seine Lage direkt am Obersee stellt einen weiteren Pluspunkt für das kleine Dorf mit seinen kaum 80 Einwohnern dar. Bis zum Ende der DDR gab es im Ort vier Ferienlager und eine Jugendherberge. Ein einziges Ferienlager hat die Zeiten bis heute überdauert, was Bork in weitem Umkreis wiederum ein Alleinstellungsmerkmal einbringt.

Lauschiger Picknickplatz. Quelle: André Reichel

Keine 200 Meter südöstlich des Dorfes befindet sich am Ufer des Obersees eine Badestelle, die man ohne weiteres als Geheimtipp bezeichnen darf, denn kein einziges Schild weist dem Ortsunkundigen den Weg. Um dahin zu gelangen, muss man vom Dorf aus in südliche Richtung fahren. Bei den letzten Häusern, steht an der linken Seite ein Hinweisschild für einen Parkplatz auf grüner Wiese, den man nach rund 150 Metern erreicht. Augenfällig ist, wie gepflegt der vor zwei Jahren neu gestaltete Parkplatz und auch der Badestrand sind.

Eine Gruppe engagierter Borker sorgt mit Fleiß dafür, dass es auch so bleibt. Zudem helfen die Ferienlagerkinder mit ihren Betreuern aktiv mit, dass am Strand kein Unrat liegen bleibt. „Eine große Hilfe ist uns hierbei auch der Ostprignitz-Jugend-Verein, der uns bei Bedarf bisher immer mit Tatkraft unterstützte“, sagt Ortsvorsteher Mathias Strauß. Alle zwei Wochen kommen Bauhofmitarbeiter und holen den gesammelten Abfall ab. Den Rasen auf dem Parkplatz mäht der Ortsvorsteher selbst. „Das Rasenmähen ist irgendwann bei mir hängengeblieben, weil es sonst keiner machen wollte“, sagt Mathias Strauß.

Badefreuden auch für die Kinder des Ferienlagers. Quelle: André Reichel

Verlässt man den Parkplatz, geht es nun zu Fuß auf einem Waldweg weiter. Schon bald öffnet sich der Kiefernwald und die gut zehn Meter tiefer gelegene Badestelle kommt in Sicht. Schon von weitem kann man in den Sommerferien das Lachen der Ferienlagerkinder vernehmen, die dort bei schönem Wetter täglich anzutreffen sind. Doch auch viele Borker und Leute aus den umliegenden Orten steuern den schönen Strand gern an. Von einer Sitzecke oben im Eingangsbereich hat man einen schönen Blick auf den See. Weiter rechts lädt ein Volleyballplatz zum Spielen ein.

Doch Anziehungspunkt Nummer eins ist und bleibt der weitläufige Sandstrand. Vor ein paar Jahren erst richteten die Borker diesen mit Säge und Radlader wieder her, weil sich dort Büsche und Bäume ausgebreitet hatten. Kinder können hier also auch weiterhin nach Herzenslust toben, buddeln und Kleckerburgen bauen. Auf die Ferienlagerkinder haben stets deren Betreuer ein wachsames Auge. Ansonsten ist der Platz, was die Sicherheit der Badegäste betrifft, unbewacht. Die meisten Steine sind aus der Uferzone längst entfernt worden. Nichtschwimmer haben hier allerdings nur relativ wenig Platz zum sicheren Baden, denn schon nach rund zehn Metern fällt der Seegrund steil ab.

Ferienzeit, schönste Zeit. Quelle: André Reichel

Die Wasserqualität wird regelmäßig amtlich überprüft. Derzeit ist der Obersee bei Bork durch Algenansammlung etwas getrübt. Blaualgen, wie in manch anderen Sommern, wurden jedoch nicht festgestellt. Davon kann der Leiter des Ferienlagers, Philip Krüger, ein Liedchen singen: „In fast jedem Jahr kam es vor, dass die Kinder nicht ins Wasser durften. Dann wichen wir auf die Badestelle am Königsberger See aus.“ Derzeit allerdings können Badegäste in Bork ein relativ ungetrübtes Badevergnügen genießen und sich dort entspannen.

Von André Reichel

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