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Kleeblattkommunen und die Windkraft

Regionalplanentwurf liegt aus Kleeblattkommunen und die Windkraft

Die Kommunen Wusterhausen und Kyritz sowie das Amt Neustadt sind derzeit dabei, sich zum Entwurf des neuen Regionalplans „Freiraum und Windenergie“ zu positionieren. Obwohl viele Windeignungsgebiete schrumpfen, gibt es Bedenken.

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Der Plan soll klarstellen, welche Flächen sich für Windräder eignen.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Windkraftanlagen bergen Konfliktpotenzial. Aktuell hat die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel einen neuen Entwurf für den Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ vorgelegt. Er soll klarstellen, welche Flächen sich überhaupt für Windräder eignen. Noch bis Ende August liegt der Entwurf öffentlich aus. Jedermann kann Vorschläge und Bedenken einreichen. Auch die Kommunen sind derzeit dabei, sich zu positionieren.

Im Amt Neustadt wurden beispielsweise vor allem Bedenken hinsichtlich der eventuellen Aufstellung neuer Windkraftanlagen in Waldgebieten geäußert. Denn laut Regionalplanentwurf soll das Windeignungsgebiet 22, Barenthin-Kötzlin-Stüdenitz, einerseits deutlich verkleinert werden – schon, um den Mindestabstand von einem Kilometer zum nächsten Wohnhaus einzuhalten. Doch zugleich gäbe man mittig einen neuen Bereich für Windräder frei. Dort befindet sich ein Waldgebiet. Dieses Gebiet müsse in seiner Funktion unbedingt erhalten bleiben, fordert der Amtsausschuss und so soll auch die Stellungnahme des Amtes zum Planentwurf lauten.

Auch geringfügige Erweiterung stößt auf Bedenken

An der für das Windeignungsgebiet 24, Holzhausen-Leddin-Zernitz, empfohlenen grundsätzlichen Verkleinerung haben die Neustädter nichts auszusetzen. Auch die geringfügige Erweiterung um drei Hektar Acker nahe Zernitz stößt nicht auf Bedenken.

Beide Gebiete werden in Kyritz ganz anders bewertet. Die Ortsteile Holzhausen und Kötzlin, auf deren Gemarkungen zusätzliche Flächen freigegeben werden sollen, melden Widerspruch an: „Die vorhandenen Windkraftanlagen aus den Windeignungsgebieten von 2003 werden noch Jahre unter Bestandsschutz stehen, neue Anlagen werden auf den Erweiterungsflächen hinzukommen.“ Die Stadt will nun mit Unterstützung von Experten eine fundierte Stellung­nahme erarbeiten, die vor allem den Artenschutz in den Vordergrund stellt – beispielsweise für Weißstorch, Reiher, Kranich und Rotmilan. Die Kosten für die Studie werden mindestens 7000 Euro betragen.

Der Windpark zwischen Mechow und Demerthin ist im Regionalplanentwurf gar nicht mehr enthalten, wogegen in Kyritz niemand etwas einzuwenden hat. Allerdings gilt auch hier, dass die vorhandenen Anlagen Bestandsschutz genießen.

Sorge: Alte Anlagen bleiben stehen

Die Gemeinde Wusterhausen hat gegen die Pläne für die Windeignungsgebiete 26, Kantow-Nord, und 27, Ganzer-Wildberg, wenig grundsätzliche Bedenken. Ersteres soll etwas größer, letzteres etwas kleiner werden. Das Gebiet 25, Kampehl-Neustadt, soll im Norden begrenzt und nur in südlicher Richtung erweitert werden. Weder das Amt Neustadt noch die Gemeinde Wusterhausen haben grundsätzliche Einwände.

Ganz anders sieht das beispielsweise die Wusterhausener Gemeindevertreterin Barbara Linke, die sich wegen des Naturparks Westhavelland gegen die Erweiterung ausspricht. Auch sie fürchtet, dass die alten Anlagen trotz Verkleinerung der Gebiete stehen bleiben, während an anderer Stelle neue Windräder hinzukommen. Außerdem seien die immer höheren Anlagen mit ständig blinkenden Warnlampen ausgerüstet. Für einen Naturpark sei das nur schwer hinzunehmen.

Von Alexander Beckmann

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