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Klein und fein: Konzert „The Deadful Greats“

Buskow Klein und fein: Konzert „The Deadful Greats“

Gute Lieder gibt es wie Sand am Meer. Coverbands auch. Bei „The deadful great“ liegt der Fall anders. Das Quartett aus München nimmt sich zwar Lieder vor, bearbeitet sie aber auf ihre ganz eigene Weise, so dass man mitunter das Original nicht wiedererkennt. Das hat Charme, die Songs sind allesamt witzig, krachig, kreativ und passen in keine Schublade.

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Mit überschäumender Lust bei der Sache: The Deadful Greats.

Quelle: Buddeke

Buskow. Es ist ein Abend für Rätselfreunde. Und einer für Rock-Fans, die sich gern überraschen lassen – und nicht am Original kleben. Zwar sind es nur gut 20 Gäste, die am Freitagabend in den Buskower Bodoni-Vielseithof gekommen sind. Die aber bekommen eine Vorstellung der Extraklasse: Die Münchener Band „The Deadful Greats“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, alten Pop- und Rock-Klassikern ein neues Gewand zu verpassen. Wer muss schon neu schreiben, wenn es genug alte Perlen der Rock-Literatur gibt. Dennoch sind die Münchner alles andere als eine schlichte Coverband. „Wir schmücken uns nur mit fremden Federn – haben aber den Ehrgeiz, wie die Platte zu klingen“, umreißt es der Gitarrist Oliver Weiße. „Wir nehmen Stücke, die wir mögen und basteln die für uns um.“ Mit dem Ergebnis, dass man manchen Titel kaum wiedererkennt.

Da geht die Post ab – und vor der Bühne wird getanzt

Da geht die Post ab – und vor der Bühne wird getanzt.

Quelle: Regine Buddeke

Zumal Weiße, der die witzigen Ansagen macht, nur sehr versteckt andeutet, was die Songs ursprünglich einmal waren: „Freut euch nicht zu früh, jetzt kommt was über Naturkatastrophen“, warnt er – bereits die ersten – legendären – Gitarrenriffs lassen indes erahnen, dass jetzt Deep Purples „Smoke on the Water“ folgt. Und was für eines! Schräg, witzig, krachig, schön. Nicht nur Oliver Weiße hat eine fantastische Stimme, auch Alegria Mannhardt singt umwerfend, während sie mit dem Akkordeon dem Lied mal einen Hauch Klezmer, mal eine Prise französischen Chanson verpasst oder das Akkordeon zum Jazz-Saxofon werden lässt. Alles eine Frage des Stils. Und – da sind sich die vier einig – einen Stil, der sich auf eine Schublade reduzieren lässt, haben sie nicht.„Wir rätseln da seit viereinhalb Jahren drüber, haben Milliarden Leute gefragt, auch Musikjournalisten“, scherzt Oliver Weiße.

Klar ist allerdings, dass die vier mit Lust und Liebe und viel Kreativität dabei sind, „etwas auf der Bühne passieren zu lassen“. „Lust am Experiment. Und am Improvisieren“, erklärt Weiße. Das erklärt auch den Bandnamen, auch er ist gecovert, macht aber durchaus Sinn: „Grateful dead“ sind schließlich die Erfinder des Jam-Rock. „Auch wir haben nichts durch­arrangiert.“ Umso überraschender sind die Ergebnisse: „Dear Prudence“ von den Beatles, „Fly like an Eagle“ der Steve Miller Band und „I’m so excited“ von den Pointer Sisters. Das Publikum zeigt, dass alle tanzbar sind.

Von Regine Buddeke

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