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Kleine Kugel für Frischlinge

Brandenburgs Jäger sollen mehr kleine Wildschweine erlegen Kleine Kugel für Frischlinge

Ab 1. April dürfen in Brandenburg Frischlinge bis zu einem Gewicht von 20 Kilogramm mit Munition erlegt werden, die bisher zur Rehwildbejagung zugelassen war. Damit soll für die Jäger ein Anreiz geschaffen werden, mehr kleine Wildschweine zu schießen. Um der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen sollen die Wildschweinbestände reduziert werden.

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Frischlinge dürfen jetzt mit kleinen Kugeln erlegt werden.

Quelle: Geisler ,

Neuruppin. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den Wildschweinbeständen des Baltikums weiter aus. Auch in Ostpolen sind erneut Fälle aufgetreten. Deshalb hat die Oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg nun schwächere Munition für die Bejagung von Frischlingen zugelassen.

Um Anreiz zur Bejagung des Wildschweinnachwuchses zu schaffen, soll es zunächst für einen begrenzten Zeitraum möglich sein, Frischlinge mit einem Lebendgewicht von unter 20 Kilogramm mit einer zur Rehwildjagd zugelassenen Munition zu erlegen. Die Verfügung ist zunächst befristet vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017.

Schwächere Munition reicht zur Frischlingsjagd aus

Wie der Landesjagdverband mitteilt, reicht die schwächere Munition aus, um kleinere Tiere schnell und tierschutzgerecht zu töten und sie zerstört weniger wertvolles Wildfleisch. Für die Jäger ist die Verfügung ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn gerade bei Frischlingen übersteigen die anfallenden Kosten oft den Verkaufserlös. Wildschweine, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, müssen im Labor auf Trichinen untersucht werden. Doch die Gebühren steigen und immer mehr Untersuchungsstellen werden geschlossen, weil die Landkreise Kosten einsparen wollen. Dies führt dazu , dass die Jäger in ländlichen Gebieten oft für jede Trichinenprobe viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen müssen. Deshalb fordert auch Jürgen Rinno, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Ostprignitz-Ruppin, die Aussetzung der Trichinengebühren für Wildschweine bis zu einem Gewicht von 20 Kilogramm.

Schweinepest ist eine reale Gefahr

Da die Kosten für die Fahrten zum Labor und die Gebühren schnell den Erlös aus den kleinen Fleischmengen übersteigen. Die Untersuchungen seien hinsichtlich der Abwehr der afrikanischen Schweinepest aber unbedingt erforderlich.

Im Dezember letzten Jahres hatte sich das Landesparlament bereits mit dieser Thematik befasst und das Ministerium für Verbraucherschutz aufgefordert, Vollzugshinweise zu formulieren, um das Problem kostengünstig und unbürokratisch anzugehen. Die Jäger hoffen nun, dass das Ministerium möglichst schnell reagiert um eine zeitlich begrenzt Aussetzung der Gebühren durch die Landkreise zu ermöglichen.

Von Cornelia Felsch

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