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Kleine Leute, große Feuerwehrautos

Nachwuchsförderung bei der Feuerwehr Kleine Leute, große Feuerwehrautos

Mädchen und Jungen, die zwischen sechs und neun Jahre alt sind und schon immer Feuerwehrmann oder -frau werden wollten, sind bei der neuen Kinderfeuerwehr in Wittstock genau richtig. Der Startschuss fiel am Montag. Weitere Treffen gibt es im zweiwöchigen Rhythmus.

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Jennifer Dürkoop erklärte den vier Feuerwehr-Kindern technisches Gerät, hier einen Verteiler. Neugier und Interesse waren groß.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Eine Halle voller großer roter Autos, jede Menge Technik und Ausrüstung – und mittendrin vier kleine Jungen auf Entdeckungstour: Mal nehmen sie der Reihe nach Platz auf dem Sitz, von dem aus die Drehleiter gesteuert wird; mal sitzen sie in einem Löschfahrzeug. Dann wieder erfahren sie, was ein Verteiler ist – oder ein Schlauchtrupp oder ein Strahlrohr. „Das ist so ähnlich wie bei Papa’s Gartenschlauch“, erklärt Jennifer Dürkoop. Sie führt die vier Knirpse durch das gesamte Feuerwehrgebäude, lässt sie Dinge erkunden, erklärt ihnen, was wozu gebraucht wird, beantwortet Fragen. Und manchmal muss sie die Neugier auch ein wenig bremsen: „Das lernt ihr später noch“, heißt es ab und an.

Vor dem Rundgang durch die Feuerwache gab es eine Kennenlern-Runde, bei der gemalt und gebastelt wurde

Vor dem Rundgang durch die Feuerwache gab es eine Kennenlern-Runde, bei der gemalt und gebastelt wurde.

Quelle: Wagner

Die junge Frau leitet als Ausbilderin die Kinderfeuerwehr in Wittstock. Diese wurde in diesem Jahr neu ins Leben gerufen, um den Feuerwehrnachwuchs noch früher an das Thema Retten und Helfen heranzuführen, als es bisher allein mit der Jugendfeuerwehr der Fall war. Denn Feuerwehr-Nachwuchs wird dringend gebraucht, damit auch künftig geholfen werden kann, wenn Hilfe benötigt wird. Bereits ab sechs Jahren können kleine Leute erste Schritte in die Wittstocker Feuerwehr unternehmen – und dabei richtig Spaß haben. Die Fahrzeughalle war dabei am späten Montagnachmittag das wohl aufregendste Detail, aber längst nicht das einzige. Der Streifzug durch die Wache führte die Kinder auch zu den Uniformen und Helmen, der Stiefelputzanlage oder den Ausbildungsräumen.

Doch bevor sie das alles erleben durften, fand sich die kleine Runde zum gemeinsamen Kennenlernen zusammen. Dabei stellten sich die Kinder näher vor und nannten unter anderem ihre Hobbys. Auch wurden Namensschilder gebastelt, beschriftet und bemalt. Der Tisch war dazu ebenso liebevoll wie feuerwehrgerecht hergerichtet – mit Süßigkeiten, einer Spielzeugfeuerwehr aus Pappe, Stiften und (natürlich) rotem Papier. An der Stirnseite hatte „Florian“ Platz genommen, eine lustige Puppe mit Namensschild – als Bastelvorlage für die kleinen Feuerwehrleute, die am Montag auch schon ein wenig Bekanntschaft mit der Feuerwehr-Theorie machten. Jennifer Dürkoop erklärte ihnen, wie ein Hinweisschild auf einen Hydranten richtig gelesen wird und verteilte Spickzettel. Unter dem Titel „Helfen macht Spaß“ enthalten diese Informationen, worauf es beim Melden eines Brandes ankommt oder wie ein Feuer entsteht. „Das ist ja spannend“, meinte einer der Jungen, nachdem er sich das Ganze näher angeschaut hatte. Außerdem kündigte die Ausbilderin an, dass sich die Kinder demnächst auf Feuerwehr-T-Shirts und Pullover freuen können.

Erste Schritte in Sachen Feuerwehr-Kunde

Erste Schritte in Sachen Feuerwehr-Kunde.

Quelle: Wagener

Die erste Feuerwehr-Stunde verging wie im Flug. „Ich wollte schon immer zur Feuerwehr“, verriet Niklas, der auch bereits weiß, was er später einmal werden möchte: Rettungssanitäter. Jennifer Dürkoop freute sich über das Engagement und die Begeisterung der Kinder. „Bewahrt sie euch“, sagte sie zum Abschied.

Gern hätte die 28-Jährige am Montagnachmittag noch einige kleine Gäste mehr beim ersten Treffen der Kinderfeuerwehr begrüßt, aber das junge Quartett der ersten Stunde sei dennoch ein guter Anfang, wie sie sagte. Vielleicht, so hofft sie, schließen sich in den kommenden Wochen noch weitere Kinder der Kinderfeuerwehr an.

Wer das möchte, sollte zwischen sechs und neun Jahre alt sein. Die Treffen finden ab sofort in zweiwöchigem Rhythmus in der Wittstocker Feuerwache statt, jeweils montags ab 16 Uhr.

Von Björn Wagener

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