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Kleine Pferde ganz groß in Michaelisbruch

Zuchtschau mit Exoten Kleine Pferde ganz groß in Michaelisbruch

Die kleinsten Pferderassen der Welt stehen am Sonnabend im Mittelpunkt einer Zuchtschau im Dreetzer Ortsteil Michaelisbruch. Bei der „AEMHS Spring Show Germany“ werden unter anderem American Miniature Horses und Falabellas gezeigt.

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Reiten geht zwar nicht, aber am Zügel werden die Miniaturpferde in Michaelisbruch auch ihre Sprungkraft unter Beweis stellen.

Quelle: Privat

Michaelisbruch. Pferdezucht erfordert Zeit und Ruhe. Beides ist bei Katy Hoffmann im Dreetzer Ortsteil Michaelisbruch dieser Tage Mangelware. „Im Moment ist die Zeit sehr knapp und der Tag könnte 48 Stunden haben“, klagt die passionierte Züchterin. Und das liegt gar nicht mal an ihren Tieren. Jedenfalls nicht nur.

Katy Hoffmann hat sich einer hierzulande bislang kaum bekannten Rasse verschrieben: den American Miniature Horses. Der Name deutet es an: Die Tiere sind klein, deutlich kleiner als die landläufig bekannten Tiere. Das Stockmaß liegt deutlich unter einem Meter. Dieses Merkmal eint dabei eine ganze Gruppe von Rassepferden. Die American Miniature Horses sind nur eine Spielart. Eine andere nennt sich Falabella. Und noch etwas haben die verschiedenen Vertreter gemein: Meist werden sie in Übersee gehalten und gezüchtet.

Auch Katy Hoffmann hatte ihre erste Begegnung mit den Mini-Pferden im Ausland. Mit den gewöhnlicheren Vertretern der Art hatte sie es schon seit ihrer Kindheit zu tun. Auch eigene Pferde hielt sie. Doch als wahre Leidenschaft entpuppten sich schließlich die American Miniature Horses. „Mir gefallen die Kleinen, weil sie aussehen wie Große und nicht an jeder Ecke zu sehen sind.“ Ein erstes Exemplar importierte die Michaelisbrucherin vor sechs Jahren direkt aus England. Inzwischen besitzt sie eine kleine Herde und züchtet die Exoten auch selbst – durchaus erfolgreich.

Auch vorm Wagen machen die Zwerge eine gute Figur

Auch vorm Wagen machen die Zwerge eine gute Figur.

Quelle: Privat

Auf diversen Pferdeschauen bis hin nach Tschechien haben ihre Minis schon Preise abgeräumt. „Die haben definitiv Showtalent. Ich war auch schon nach England eingeladen. Aber das ist mir zu weit.“

Den Kontakt zur „Anglo European Miniature Horse Society“ (AEMHS) in London hat Katy Hoffmann trotzdem gepflegt. Im vergangenen Jahr führte das sogar dazu, dass der britische Zuchtverband erstmals eine eigene Show in Deutschland veranstaltete – in Michaelisbruch. „Die Engländer haben einen Veranstaltungsort gesucht.“ Der Vorschlag, die Reitsportanlage Heidemann in Michaelisbruch zu nutzen, kam von Katy Hoffmann. „Für mich lag es natürlich nahe, nicht so weit wegzugehen.“ Die Premiere war mit fast 50 Teilnehmern aus dem In- und Ausland ein klarer Erfolg. Und das erklärt auch, warum Katy Hoffmann dieser Tage so im Stress ist. Am kommenden Sonnabend, 21. Mai, soll es die zweite Auflage der Mini-Pferde-Schau geben. 57 Teilnehmer aus ganz Europa haben sich angemeldet.

Ab 9 Uhr haben sie in verschiedenen ­Rassen, Disziplinen und Altersgruppen ihren großen Auftritt – wieder auf der Reitsportanlage in der Hauptstraße 26. Zugelassen sind bei der Veranstaltung übrigens alle Pferde, die es ausgewachsen auf ein Stockmaß von nicht mehr als 42 Inch (107 Zentimeter) bringen, also beispielsweise auch Shetlandponys. Neben reinen Zuchtbewertungen wird es auch sportliche Wettkämpfe geben. Die Minis eignen sich gut dazu, kleine Wagen zu ziehen. Und am Zügel springen sie ab 14 Uhr sogar über Hürden. Die Wettkampfrichter reisen eigens aus Spanien und Großbritannien an. Es geht schließlich um so einiges: Die Besten qualifizieren sich für die AEMHS Grand Championship Show im September im britischen Moulton College.

Besucher sind am kommenden Sonnabend in Michaelisbruch auf jeden Fall herzlich willkommen.

Größe ist nicht alles

Bei den Miniaturpferden werden zwei wichtige Rassen unterschieden: das American Miniature Horse (Ursprung: USA) und das Falabella (Ursprung: Argentinien).

Beiden ist vor allem die geringe Größe gemein: Das Stockmaß soll 86 bis 87 Zentimeter nicht überschreiten.

Ziel der Züchter ist es ansonsten, vollwertige Pferde mit dem typischen Aussehen, Verhalten und Bewegungsablauf zu züchten.

In Michaelisbruch werden weitere kleine Pferderassen wie die beliebten Shetlandponys am Start sein.

Von Alexander Beckmann

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