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Ostprignitz-Ruppin Kleines Finale in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleines Finale in Neuruppin
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00:34 15.07.2015
Die achtjährigen Zwillinge Jan und Ole lesen am liebsten Comics. Sie versanken am Büchertisch gleich in spannenden Geschichten. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Hausi ist ein Windhauch und möchte gern ein Hausgeist werden. Dazu muss er aber eine Schule besuchen. Von den Ereignissen in der ersten Unterrichtsstunde berichtete Radio Teddy-Moderator Tom Tom am Sonnabend in der Pfarrkirche. Dort fand am Nachmittag die Abschlussveranstaltung des ersten Neuruppiner Kinder- und Jugendliteraturfestivals „Querfeldeins“ statt.

Der kleine Hausgeist wäre sicher ein wenig enttäuscht gewesen, wenn er gesehen hätte, wie wenige Kinder an diesem Nachmittag in die Kulturkirche kamen, um seine Geschichte zu hören. Knapp 25 Besucher hatten sich dort eingefunden.

Otto Wynen vom Organisationsteam war sichtlich enttäuscht, er hatte sich für diesen Nachmittag eine wesentlich größere Resonanz erhofft. Doch nun lauschte er erst einmal gespannt den Geschichten des Moderators. „Wir werden bei der Auswertung des Festivals nach Erklärungen suchen müssen“, sagte er. Mitorganisatorin Uta Bartsch moderierte dennoch gut gelaunt die Veranstaltung und zog eine positive Festival-Bilanz. „Es gab in dieser Woche 60 Veranstaltungen mit bekannten Autoren, Künstlern und Slam-Poeten“, sagte sie. „Dabei haben die Besucher viele verschiedene Orte kennen gelernt, die sie oft noch gar nicht kannten. Das war auch eines unserer Anliegen.“ Die Galerie am Bollwerk, das Museum, der Bauspielplatz, das Jugendfreizeitzentrum, der Theatersaal des Alten Gymnasiums und das Café Tasca waren nur einige der schöpferischen Orte, an denen Kinder und Jugendliche sich von den Fantasien der Gastautoren anregen ließen und selbst Texte, Gedichte und Poetry Slams verfassten.

Im Café Hinterhof gab es dazu einen Workshop mit dem kroatischen Lyriker und Beatboxer Dalibor Markovic. Zu einer lustigen Dichterwerkstatt unter dem Titel „Reim dich, oder ich fress dich“ lud Sprechtrainerin Tina Kemnitz auf den Bauspielplatz ein und bei der großen Eröffnungsparty auf dem Schulplatz entstanden Wortkunstwerke. Auch die große Hitze konnte die begeisterten jungen Maler nicht bremsen – bei 37 Grad Celsius entstanden bunte Lieblingsworte. Die Künstlerin Annett Glöckner leitete das Projekt.

Film zeigt das Festival im Zeitraffer

Im Zeitraffer erlebten die Zuschauer am Sonnabend noch einmal die vielen Aktionen auf der Leinwand, der Neuruppiner Filmemacher Marko Petruschke hatte es möglich gemacht. „Letzte Woche hatten wir bei ihm angerufen und ihn gebeten, einen Film zu drehen“, erzählte Uta Bartsch. Noch bis zum Samstagmorgen hatte er daran gearbeitet. Viele der literaturbegeisterten Besucher konnten sich an diesem Tag auf den Fotos wieder entdecken. Für die gelungensten Geschichten, die in der Literaturwoche entstanden sind, gab es im Anschluss Preise und – wie kann es anders sein – natürlich Bücher. Die zwölfjährige Chelsea Büchner war eine der glücklichen Gewinnerinnen.

Von Cornelia Felsch

Kampfszenen gehörten im Mittelalter zum Alltag. Ein Streit auf der Straße konnte schnell tödlich enden. Wie das beispielsweise in Freyenstein Mitte des 12. Jahrhunderts ausgesehen haben könnte, war am Sonnabend beim Stadtfest zu beobachten. Dort zeigten Laienkünstler das Stück: „Wie Freyenstein (beinahe) zur Stadt wurde“.

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