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Warum öffnete sich die Fahrertür?

Tragisches Unglück bei Fehrbellin Warum öffnete sich die Fahrertür?

Es gibt weiterhin viele Unklarheiten, warum am Sonnabend in Mangelshorst bei Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) ein zweijähriger Junge aus einem Radlader fiel und vom Hinterrad überrollt wurde. Sicher ist, dass das Kind, das mit seinem Opa unterwegs war, gar nicht hätte in dem Gefährt sitzen dürfen. Unklar ist, warum die Fahrertür offen war.

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Die Polizei hat den Radlader sofort als Beweismittel beschlagnahmt. Ein Gutachter prüft das Gefährt noch.

Quelle: Julian Stähle

Neuruppin. Es ist weiterhin offen, wie es am Sonnabend vor einer Woche in Mangelshorst bei Fehrbellin zu dem tragischen Unglück kommen konnte, bei dem ein zweijähriger Junge starb. Klar ist, dass der Großvater (67) sein Enkelkind zu einer Fahrt mit einem Radlader auf dem Gelände eines Landwirtschaftsbetriebes mitgenommen hatte. Doch warum der Junge plötzlich aus der Tür des Gefährts fiel und vom Hinterrad überrollt wurde, das ist offen. War die Fahrertür die gesamte Zeit offen oder hat sie sich während der Fahrt auf einmal geöffnet? Und wenn, warum? All das ist unklar.

Staatsanwalt: Die Sorgfaltspflicht wurde verletzt

„Wir haben den 67-Jährigen noch nicht befragen können“, sagte am Donnerstag Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Der Großvater war mit einem schweren Schock ins Krankenhaus eingeliefert worden und war bisher noch nicht vernehmungsfähig. Auch die Arbeit des Gutachters, der den Radlader untersucht, sind noch nicht abgeschlossen. Das Fahrzeug befindet sich weiterhin bei der Polizei. Das Gefährt war sofort nach dem Unglück beschlagnahmt worden. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte Reinhardt. Demnach hat die Obduktion des Leichnams keine neuen Erkenntnisse ergeben.

Sicher ist, dass das kleine Junge gar nicht im Radlader hätte sitzen dürfen – nicht nur, weil er viel zu jung war. Vielmehr ist das Fahrzeug nur für eine Person zugelassen. „Es wurde die Sorgfaltspflicht verletzt“, hatte Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer bereits Anfang der Woche erklärt. Schon deshalb ermittle die Staatsanwaltschaft.

Freiheitsstrafe droht

Laut Gesetz droht Menschen, die durch Fahrlässigkeit den Tod eines anderen verursacht haben, eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Mitunter verzichten Gerichte bei tragischen Vorfällen im Familienkreis, bei denen ein Kind zu Tode kommt, auf eine Strafe – weil der Verursacher so schon enorm unter dem Verlust des Kindes leidet.

Von Andreas Vogel

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