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Ostprignitz-Ruppin Kleintierzüchter von Besuchern überrannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleintierzüchter von Besuchern überrannt
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00:41 08.11.2017
Arno Schlief ist mit 86 Jahren das älteste aktive Mitglied im Kyritzer Kleintierzuchtverein, in den er 1962 eintrat. Nun wurde er für seine Verdienste mit einem Kreisverbandsehrenpreis ausgezeichnet. Quelle: André Reichel
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Kyritz

Für die Kyritzer Kleintierzüchter ist ihre Vereinsausstellung der wohl wichtigste Termin im Jahreskalender. Diese fand am Sonnabend und Sonntag im Vereinsheim in der Strüwestraße statt. Mit großer Anstrengung bereiteten sie ihre Schau vor, bei der sie ihre allerbesten Tiere ausstellten. 130 Tauben, 120 Hühner und 66 Kaninchen waren zu sehen. Eingesetzt wurden die Tiere schon am Donnerstag, denn am Freitag wurden diese von fünf erfahrenen Preisrichter begutachtet und bewertet. „Alle Preisrichter lobten die hohe Qualität unserer ausgestellten Tiere“, berichtete der Vorsitzende des Kyritzer Vereins, Lothar Bewersdorf.

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Für die Mitglieder des Kyritzer Kleintierzuchtvereins D 149 ist ihre Kleintierschau der Höhepunkt im ganzen Jahr. Diesmal gab es einen Besucherrekord zu verzeichnen.

Auf Grund dieser Bewertung wurden die diesjährigen Vereinsmeister ermittelt. Bei den Kaninchen wurde es zum zweiten Mal in Folge Gundula Barth mit ihren sechs besten Tiere der Rasse „Deutsche Widder blau“. Vereinsmeister bei Großgeflügel wurde Dietmar Kruppke mit seinen sechs besten Puten blau. Letztmalig konnte für Großgeflügel vor elf Jahren ein Vereinsmeister gekürt werden, weil es danach nicht mehr genug Vereinsleute gab, die solche Tiere züchteten. Bei den Zwerghühnern wurde Reinhard Saborowski Vereinsmeister. Er hatte die sechs besten Junghühner der Rasse Zwerg-Wyandotte weiß-schwarzcolumbia. Vereinsmeister bei den Tauben wurde Lothar Bewersdorf mit seinen sechs besten Jungtauben der Rasse Texaner kennfarbig dunkel. Jugendvereinsmeister bei Tauben, Zwerg-Hühnern und Kaninchen wurde der 12-jährige Janne Bewersdorf mit seinen sechs besten Kaninchen der Rasse Kleinsilber hell.

Zum ersten Mal überhaupt kamen die Kyritzer ganz ohne Aussteller anderer Vereine aus. „Das ist eine große Leistung, angesichts von Stallpflicht und Vogelgrippegefahr“, so Bewersdorf, der zur Eröffnung der Vereinsausstellung am Sonnabendvormittag ein paar Worte an seine Zuchtfreunde und die zahlreichen Gäste richtete. Der Vereinschef berichtete dort von den Aktivitäten der Kyritzer Züchter. „Die beiden Deutschen Meistertitel bei der Schau in Hannover waren mit Abstand der größte Erfolg in der über 100-jährigenVereinsgeschichte“, sagte Lothar Bewersdorf, der die Gelegenheit nutzte, der auch anwesenden Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zu danken. Die Bürgermeisterin lobte das Engagement der Kyritzer Kleintierzüchter und bezeichnete sie wegen ihrer Außenwirkung als ein wichtiges Aushängeschild für die Knatterstadt.

Erstmals wurde am Wochenende per Losentscheid das Beste Tier der Ausstellung mit dem Ehrenband vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter ausgezeichnet. Dazu kamen alle Tiere, die mit der Höchstnote „vorzüglich“ bewertet wurden in den Lostopf. Die Bürgermeisterin fungierte als Losfee. Gewinner war letztlich Reinhard Saborowski, der sich sehr über diese erstmals vergebene Auszeichnung freute. Als ältestes Vereinsmitglied, das noch immer aktiv ist, wurde der 86-jährige Arno Schlief mit einem Kreisverbandsehrenpreis ausgezeichnet. Der betagte Kyritzer ist seit 1962 im Verein „D 149“ Mitglied.

So viele Besucher wie an diesem Wochenende zählten die Kyritzer Kleintierzüchter schon seit etlichen Jahren nicht. Schon am ersten Ausstellungstag zeichnete sich ein neuer Besucherrekord ab. „Das haben wir schon lange nicht erlebt“, sagte Hans-Joachim Neumann, der vorn am Eingang die Besucher in Empfang nahm. Etwas ruhiger war es nur zur Mittagszeit, doch am Nachmittag rollte schon die nächste Besucherwelle heran. Unter die zahlreichen Gäste mischten sich viele Fachleute, die mit den Kyritzern einen regen Erfahrungsaustausch vornahmen. Andrang herrschte nicht nur an den Käfigen mit den prämierten Tieren, sondern auch am Kuchenstand der Vereinsfrauen. Großer Beliebtheit erfreuten sich die Verlosung vieler kleiner Preise und das obligatorische „Schätztier“, dessen Gewicht zu erraten war. Auch am Sonntag war im Vereinsheim sehr viel Betrieb.

Von André Reichel

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