Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Klempowsee-Triathlon war keine Eintagsfliege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Klempowsee-Triathlon war keine Eintagsfliege
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 26.08.2017
Bei bestem Triathlon-Wetter wurde gekämpft. Es war nicht zu warm, nicht zu kalt und nur leicht windig unter dem meist bedeckten Himmel. Quelle: Matthias Anke
Anzeige
Bantikow

Die Neuauflage des Klempowsee-Triathlons lockte am Sonnabend 50 Starter aus allen Himmelsrichtungen auf die Bantikower Badewiese. Die liegt am Untersee, klar, doch die Läuferstrecke eben grenzte dann noch an den sich südwärts anschließenden Klempowsee. Und weil die Fahrradstrecke nordöstlich bis über Wulkow und Tornow führte, dürften auch so einige Unbeteiligte etwas von diesem Sportereignis mitbekommen haben.

Unter den vielen Helfern war auch der Feuerwehrverein Wusterhausen

Die 600 Meter lange Schwimmstrecke führte zur Unterseeinsel und zurück. Sich anschließend rund 20 Kilometer aufs Fahrrad zu setzen, um unmittelbar danach noch gute sechseinhalb Kilometer zu laufen, das trauten sich 35 der Teilnehmer zu. Der Rest ging teamweise an den Start, teilte sich die Disziplinen also auf. Aber auch sie wurden von den zahlreichen Zuschauern regelrecht bestaunt. Diese wiederum hatten es nicht langweilig, während die anderen schwitzten. Denn der Wusterhausener Feuerwehrverein hatte seinen Bratwurststand aufgebaut und für die vielen Kinder die Hüpfburg mitgebracht. „Und es ist natürlich toll, dass wir so viele weitere Leute gefunden hatten, die bei der Vorbereitung halfen und die auch bei der Durchführung heute hier dabei sind“, freute sich Stefan Kieper, der Vorsitzende der Kyritzer SG Elektronik.

Neben der „ Feuerwehr-Bratwurst“ stand auch allerhand Obst zur Verfügung. Quelle: Matthias Anke

Dieser Verein und der SV Wusterhausen um Lars Gubalski stellten die Veranstaltung gemeinsam auf die Beine. Nach einem Duathlon (Schwimmen und Laufen) im Jahr 2015 und der Absage des Bantikow-Triathlons 2016 wurde ein neuer Anlauf genommen auch in Absprache mit dem bisherigen Organisator Conrad Freuling. Alle Vorgaben, die seitens der Landkreisverwaltung für ein solches Sportereignis gemacht wurden, ließen sich erfüllen, erklärte Stefan Kieper auch mit Blick auf die finanzielle Hilfe von der Sparkasse OPR und vor allem das gute Dutzend Streckenposten. Insgesamt zählte das Helferteam rund 20 Köpfe.

Etliche Zuschauer ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Quelle: Matthias Anke

Auch die Polizei stand zur Streckenabsicherung mit bereit. Und damit auf dem Wasser ebenso für Sicherheit gesorgt ist, begleitete ein Rettungsschwimmer die Sportler. „Das war zwar nicht vorgeschrieben, aber wir hatten damit ein besseres Gefühl“, sagte Kieper. Schließlich waren auch einige Laien dabei aus Spaß am Dabeisein wie auch Extremsportler mit dem eisernen Willen zu siegen. Schon auf der Veranstaltungs-Homepage www.klempowseetriathlon.de wurde darauf hinweisen, „dass es sich hierbei um eine Privatveranstaltung handelt, das heißt, jeder Teilnehmer startet auf eigene Gefahr“. Und: „Jeder Teilnehmer sollte gesundheitlich in der entsprechenden Verfassung sein, und diese gegebenenfalls vorher überprüfen lassen.“

Am Ende erreichten alle Teilnehmer unversehrt das Ziel – vom jüngsten, der im Jahr 2001 zur Welt kam, bis zum ältesten aus dem Jahrgang 1957. Man mochte allerdings nur denken, dass ein Großteil von ihnen der SV oder die SG stellte. Doch abgesehen von ein, zwei Ausnahmen wie Ralf Schaeffer, dem Vizevereinsvorsitzenden der SG Elektronik, nahmen die Sportler weite Wege für die Veranstaltung auf sich. Stralsund, Berlin oder Brieselang beispielsweise war der Anmelderliste zu entnehmen.

Bemerkenswert: Am Ende gab es so einige Stimmen, die sich beim nächsten Mal die olympischen, also etwas weiteren Distanzen aller drei Disziplinen wünschten. Und: Gestartet wurde zunächst nur in den Kategorien Frauen, Männer und Staffel. Künftig sollen Altersklassen hinzukommen, die Veranstaltung womöglich auch für Kinder als Teilnehmer geöffnet werden.

Künftig? „Dass der Triathlon 2018 stattfindet, ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagte Stefan Kieper. Und wie stand es doch so schön weiß auf dem Rücken der vielen schwarzen Triathlon-T-Shirts? „Back again!“ Sie sind „wieder da“.

Die drei Medaillengewinner der Männer. Quelle: privat
die besten drei Frauen. Quelle: privat
Die Staffel-Sieger. Quelle: privat

Bei den Männern siegte Robert Brügmann, bei den Frauen Alexandra Latocha und als Staffel Jens Labenz, Jan Greve und Jürgen Tetzel.

Von Matthias Anke

Die Stadt Wittstock lud am Samstag zum 18. Orchesterfest. Das heimische Blasorchester stellte gleichzeitig seinen neuen Dirigenten vor: Dietmar Lemke kam für Sören Weber, der das Orchester verließ.

26.08.2017

Die Schlafplätze von Gänsen und Singschwänen bei Dorf Zechlin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind bedroht. Ein Unternehmen will dort sechs über 200 Meter hohe Windkraftanlagen errichten – in einem Gebiet, das nicht als Eignungsgebiet vorgesehen ist. Naturschützer fürchten um die Schlaf- und Rastplätze von Gänsen und Singschwänen.

29.08.2017

Nicht nur für Menschen, sondern auch für bestimmte Wildbienenarten sind die blühenden Heideflächen ein Eldorado. Dort finden jetzt die Sandbienen und Seidenbienen reichlich Nahrung. In der Kyritz-Ruppiner Heide hat die Heinz-Sielmann-Stiftung die Landschaftspflege übernommen.

26.08.2017
Anzeige