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Klinik-Holding: Millionengewinn schmilzt

Unternehmen legt Wirtschaftsplan vor Klinik-Holding: Millionengewinn schmilzt

Der Gewinn der Pro-Klinik-Holding in Neuruppin schmilzt: Lag das Plus im vergangenen Jahr noch bei 7,5 Millionen Euro, rechnen die Experten für dieses Jahr nur noch mit einem Gewinn von knapp 5,8 Millionen. 2016 sinkt das Plus gar auf 2,1 Millionen Euro. Allerdings will die Klinik-Holding im nächsten Jahr auch für gut 16 Millionen Euro investieren.

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Das Hauptgebäude der Ruppiner Kliniken in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Pro-Klinik-Holding rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinn von fast 5,8 Millionen Euro. Das geht aus dem Finanzplan des Unternehmens hervor, der vom Kreistag zur Kenntnis genommen wurde. Demnach sinkt der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Millionen Euro. Denn 2014 konnte die Holding noch ein Plus von 7,5 Millionen Euro erzielen.

Laut dem jetzt vom Aufsichtsrat und dem Gesellschafter verabschiedeten Finanzplan wird der Gewinn im nächsten Jahr weiter schrumpfen – auf 2,1 Millionen Euro. Ein Grund dafür dürften die höheren Personalausgaben für Ärzte, Schwestern und Pfleger sein, die um gut vier Millionen Euro steigen. Zum einen hatten die Gewerkschaften Marburger Bund und Verdi für die Beschäftigten im Klinik-Konzern eine Tarifsteigerung durchgesetzt, weil die Löhne im Neuruppiner Krankenhaus teilweise deutlich unter denen in anderen Kliniken lagen (die MAZ berichtete). Zum anderen haben die Ruppiner Kliniken inzwischen auch mehr Personal eingestellt: Ärzte, Pfleger sowie Mitarbeiter, die sich im Auftrag des Kreises um die Asylbewerber und Flüchtlinge in den Heimen kümmern.

Im nächsten Jahr sollen 16,5 Millionen investiert werden

Hinzu kommt, dass der Konzern im nächsten Jahr kräftig investieren will: 16,5 Millionen Euro sollen verbaut werden. Zu den Projekten gehören die Sanierung von S-, X- und D-Haus sowie weitere Investitionen in der Pathologie sowie in den Häusern H und E. Das sogenannte Abc-Haus in Kyritz soll im nächsten Jahr ebenfalls umgebaut werden, um die psychiatrische Tagesklinik für Kinder und Jugendliche erweitern zu können. Insgesamt belaufen sich die geplanten Investitionen im Baubereich auf 9,8 Millionen Euro, die für Medizintechnik auf 3,7 Millionen. Um die EDV auf den neuesten Stand zu bringen, sind weitere 2,6 Millionen Euro geplant.

Das zentrale Ziel sei, die wirtschaftliche Stabilität des Gesamtunternehmens zu erhalten, heißt es im Wirtschaftsbericht. Das solle vor allem durch „ein anhaltend hohes Leistungsniveau“ in den Ruppiner Kliniken und den Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdiensten (OGD) erreicht werden. Gleichzeitig müsse jedoch in allen Unternehmen des Konzerns gespart werden.

Denn die geplanten Investitionen im nächsten Jahr sind nur möglich, weil die Klinik-Holding neben Eigenmitteln in Höhe von knapp sieben Millionen Euro auf Fördermittel in Höhe von 5,1 Millionen sowie Kredite von 4,4 Millionen Euro setzt.

Von Andreas Vogel

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