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Ostprignitz-Ruppin Kliniken-Tochter droht Insolvenz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kliniken-Tochter droht Insolvenz
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00:18 27.10.2013
Gunnar Pietzner leitet die Tochterfirma des Kreises. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Dass das Gesundheitszentrum GmbH Neuruppin (GZG) angeschlagen ist, teilte Geschäftsführer Gunnar Pietzner am Donnerstag in einer schriftlichen Presseinformation mit. Darin heißt es, dass "eine Situation eingetreten ist, die es erfordert, umgehend Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestandes einzuleiten". Mit dem Betriebsrat soll beraten werden, wie das Tochterunternehmen der Ruppiner Kliniken und des Landkreises gerettet werden kann. "Das wird voraussichtlich auch bedeuten, dass Stellen abgebaut werden müssen", heißt es in dem Schreiben.

Weder teilt Pietzner mit, wie knapp die GZG vor der Insolvenz steht, noch sagte er, wie viele Mitarbeiter voraussichtlich gehen müssen, um die Firma erhalten zu können. Auch Kliniken-Sprecherin Verena Clasen war nicht bereit, irgendeine Frage dazu zu beantworten: "Über die Pressemitteilung hinaus geben wir keine Auskunft", hieß es lediglich. Landrat Ralf Reinhardt als Gesellschafter teilte immerhin mit, er bedauere, "dass die Geschäftsführung gezwungen ist, aufgrund der eingetretenen Situation einschneidende Maßnahmen mit dem Betriebsrat zu beraten".

Der früherer Kliniken-Geschäftsführer Horst-Michael Arndt hatte das Unternehmen als Dienstleister für die Krankenhaus-Gesellschaft aufgebaut. Die GZG hat zum einen Immobilien verwaltet, zum anderen Handwerker, Planer und Bauarbeiter beschäftigt, um wichtige Bauvorhaben für die Kliniken zu realisieren. Auch die Sanierung des Asylbewerberheimes in Treskow liegt in den Händen der GZG. Der Landkreis hatte die Ruppiner Kliniken damit beauftragt.

In den vergangenen Monaten haben die Ruppiner Kliniken aber immer weniger Aufträge an ihre Tochterfirma vergeben. "Die Anzahl und der Umfang der Baumaßnahmen, die von dem Unternehmen betreut werden, sind rückläufig", heißt es in der Presseinformation. Weshalb das so ist, teilt GZG-Chef Gunnar Pietzner nicht mit. Er ist nicht nur Geschäftsführer bei der GZG, sondern auch bei den Ruppiner Kliniken.

Für Gesamtbetriebsrat Ronny Kretschmer kam die Nachricht gestern nicht überraschend. "Wir werden alles tun, so viele Stellen wie möglich zu erhalten", sagte er. Der Betriebsrat war bereits vorab von der Geschäftsführung von den drohenden Entlassungen informiert worden. Einzelheiten wollte aber auch Kretschmer gestern nicht nennen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die GZG Mitarbeiter entlassen. Doch das reichte offenbar nicht aus, um die Lage zu verbessern, weitere Stellen müssen abgebaut werden. "Das Unternehmen hat die Chance, nach einer Anpassung an die veränderte Situation fortzubestehen", so Pietzner.

Von Reyk Grunow

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