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Ostprignitz-Ruppin Klinikum: Landeplatz kommt erst im Frühjahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Klinikum: Landeplatz kommt erst im Frühjahr
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13:54 08.11.2017
Das Gerüst für die Plattform steht bereits. Die neue Stahlbaufirma knüpft an das Vorhandene an. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Der Hubschrauberlandeplatz des KMG Klinikums Kyritz wird nicht wie ursprünglich geplant in diesem Monat fertig. An der Plattform, die über dem Krankenhaus entsteht, herrscht schon seit Wochen Baustopp. Der Grund: „Das zunächst beauftragte Stahlbauunternehmen hatte Insolvenz angemeldet“, sagt KMG-Pressesprecher Franz Christian Meier. Er fügt an: „Wir haben aber bereits ein neues Unternehmen beauftragt, das in Kürze die Bauarbeiten wieder aufnimmt.“ Die Fertigstellung sei deshalb erst im Frühjahr 2018 möglich. In Kürze heißt die Arbeiten sollen in der 46. Kalenderwoche wieder beginnen. Es ist die kommende Woche.

Das Gerüst auf dem Dach des Krankenhauses hatte schon Form angenommen, als es plötzlich auf der Baustelle nicht mehr weiter ging. Die neue Firma könne die bereits vorgefertigten Bauteile übernehmen, so Meier. Die noch fehlenden Teile werden derzeit angefertigt. Die komplette Montage des Landeplatzes steht aber ebenso noch aus wie die Fertigstellung des Erschließungsbauwerkes. Meier meint damit die Aufstockung des Treppenhauses und des Fahrstuhlschachts. Da die jetzt insolvente Firma mit diesen Arbeiten bereits begonnen hatte, stehe in diesem Fall noch eine Einigung mit dem Insolvenzverwalter darüber aus, wie es weiter geht.

Der zeitliche Verzug beträgt fünf Monate

Der zeitliche Verzug beträgt nun mehr als fünf Monate. Ursprünglich sollte der Hubschrauberlandeplatz im November in Betrieb gehen. „Vorausgesetzt, es kommen keine unvorhergesehenen Ereignisse dazwischen, ist die Fertigstellung nun für April des kommenden Jahres geplant“, war von Meier zu erfahren.

Die KMG rechnet auch mit einer Kostensteigerung für den Hubschrauberlandeplatz. Grund dafür sind unter anderem der zeitliche Verzug durch die Insolvenz des beauftragten Stahlbauunternehmens und die damit verbundene spätere Ausführung aller nachfolgenden Gewerke.

Plattform über dem Krankenhaus

An den Plänen selbst hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Es entsteht eine Plattform über dem Krankenhaus, auf der ein Helikopter landen kann. Diese misst 27 Meter im Quadrat. Die Plattform steht frei auf Pfählen in 23 Metern Höhe über dem Dach der Klinik. Getragen wird sie von einem Fundament aus vier Bohrpfählen, die bis in 17 Meter Tiefe reichen. Ein versenkbarer Fahrstuhl führt später direkt zu den Operations- und Schockräumen.

Jahrelang hatte das Krankenhaus keinen eigenen Landeplatz. Es ist aber regionales Traumazentrum und spielt deshalb eine besondere Rolle bei der ­Versorgung von Unfallpatienten. Gemeinsam mit den Krankenhäusern Neuruppin, Pritz­walk, Perleberg, Nauen und Rathenow bildet die KMG Klinik Kyritz einen Verbund solche Patienten. Und dafür müsste dringend auch ein nahe gelegener Hubschrauberlandeplatz da sein.

Verkehrslandeplatz in Heinrichsfelde ist für die Klinik zuständig

Der frühere Platz befand sich auf dem Klinikgelände. Er musste im Zuge der Modernisierung, Neubau des Bettenhauses und des Funktionsgebäudes, weichen. Die aktuelle Situation sieht deshalb so aus: Muss ein Hubschrauber Patienten zum Krankenhaus bringen oder von dort holen, sucht sich der Pilot eine Landemöglichkeit in der Nähe. Freie Flächen gibt es. Jedoch muss dann auch immer ein Rettungswagen gerufen werden, der den Patienten zum Krankenhaus bringt. Offiziell ist der Verkehrslandeplatz in Heinrichsfelde für das Krankenhaus zuständig. Das ist aber noch weiter weg und hat sich in der Vergangenheit als nicht unbedingt praktikabel erwiesen. Zudem müssen auch von dort die Patienten mit einen Wagen abgeholt werden.

Der Schriftzug am Bettenhaus war lange geplant, musste aber erst genehmigt werden. Quelle: Sandra Bels

Ebenfalls lange geplant und nun fertiggestellt ist der Schriftzug an der Fassade des Bettenhauses. „Jetzt kann man auch von außen sehen, dass hier ein Krankenhaus ist“, so Meier. Die KMG musste eine Baugenehmigung dafür einholen und die Art der Befestigung der blauen Buchstaben war zu klären, war vom Pressesprecher zu erfahren.

Von Sandra Bels

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