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Ostprignitz-Ruppin Kloster Lindow: Vorerst kein neues Dach
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kloster Lindow: Vorerst kein neues Dach
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16:15 18.05.2016
Die Klosterruine ist jetzt für Jedermann erreichbar. Quelle: Regine Buddeke
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Lindow

Das Evangelische Stift Kloster Lindow ist seit Anfang Mai zwar barrierefrei erreichbar und hat schmückende neue Tore bekommen – ein neues Dach für die Klosterruine wird es vorerst aber nicht geben. Entsprechende Entwürfe wurden vom Amt für Denkmalschutz abgelehnt.

„Es ist eine ziemliche Enttäuschung, dass das Vorhaben nun endgültig gestorben ist“, sagt Horst Borgmann, Vorsitzender des Stiftkapitels. „Gerade, weil im Vorfeld viel investiert worden ist – und es hätte das Kloster ja nichts gekostet.“ Die Idee war auch, regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte oder Lesungen innerhalb der Ruinenmauern anzubieten.

Historisches Erscheinungsbild wäre dauerhaft gestört

Zwei bis drei Jahre habe er für das Dach gekämpft, schätzt Borgmann. Beim Gespräch mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege habe der stellvertretende Landeskonservator und stellvertretende Direktor der Behörde, Thomas Drachenberg, gesagt: „Das kommt nicht in Frage. Ihr könnt höchstens ein Partyzelt hier aufstellen, aber mehr geht nicht.“ Das sei für ihn wie eine Vollbremsung gewesen, sagt Borgmann rückblickend. „Ich bin eigentlich der Meinung, dass man beim Denkmalschutz Kompromisse finden muss.“

Im Ablehnungsbescheid der Denkmalbehörde heißt es unter anderem: „Das geplante textile Dach stellt keineswegs eine temporäre und damit eventuell vertretbare Intervention in den Sommermonaten dar. Vielmehr sollen massive Rahmenkonstruktionen […] dauerhaft aufgestellt werden.“ Damit werde das historisch tradierte Erscheinungsbild des Bauwerks wesentlich verändert.

Barrierefreier Weg und neue Tore

„Wir sind aber natürlich weiter gesprächsbereit, was andere Lösungsmöglichkeiten angeht“, sagt Georg Frank, Leiter des Dezernats Praktische Denkmalpflege. „Nur in dieser Form lässt sich das Dach nicht umsetzen.“ Es müsse sich die Frage gestellt werden, wie oft im Jahr tatsächlich ein Dach für Veranstaltungen gebraucht werde. Und ob dieses dann wirklich so groß sein müsse – zumal die Ruine selbst nicht von dem geplanten Dach geschützt werde.

Neues Tor der Klosterruine. Quelle: Regine Buddeke

Hans Borgmanns Freude über den neuen Weg und die schmiedeeisernen Tore kann die Ablehnung des Dachbaus aber nicht trüben. „Das Leben geht weiter“, sagte er im Gespräch mit der MAZ. Bereits seit Herbst ist der neue Weg fertig, im Mai wurden er und die Pforten nun von Eremit Jürgen Knobel während einer Prozession offiziell geweiht. Drei Monate habe die Fertigstellung des Weges gedauert, Kosten: 70 000 Euro.

Pforten als neues Lindower Wahrzeichen

„Schön ist auch, dass wir an den Seiten Holzgeländer zum Festhalten haben, Papierkörbe entlang des Weges und Fahrradständer, damit niemand sein Rad mehr an der Ruine abstellen muss“, erläutert Borgmann. „Es ist alles sehr gut gelungen, viel komfortabler und touristenfreundlicher geworden.“

Weil Barrierefreiheit auch optisch zu verstehen sei, habe die Ruine nun statt der bisherigen blickdichten Holztüren geschmiedete Tore bekommen. Geschmückt werden sie vom Lindower Wappen sowie dem der Zisterzienser. „Meiner Meinung nach sind die Pforten ein neues Wahrzeichen von Lindow“, sagt Horst Borgmann.

Von Josephine Mühln

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