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Klosterfrau verlässt Heiligengrabe

Christa Schwede verabschiedet Klosterfrau verlässt Heiligengrabe

Stiftsfrau Christa Schwede prägte 20 Jahre lang Sommerkonzerte, Adventsmarkt und Führungen im Kloster Stift zum Heiligengrabe. Nun verlässt die 81-Jährige aus gesundheitlichen Gründen die Region. Am Donnerstag feierten gut 35 Wegbegleiter mit ihr diesen Abschied im Kapitelsaal. Ohne Christa Schwede wäre es im Kloster nicht vorangegangen, hieß es.

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Stiftsfrau Christa Schwede mit einem Erinnerungsbild vom Kloster.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Sommerkonzerte, Adventsmarkt, Führungen – Stiftsfrau Christa Schwede prägte 20 Jahre lang all diese Veranstaltungen im Kloster Stift zum Heiligengrabe. Doch nun verlässt die 81-Jährige aus gesundheitlichen Gründen die Region und zieht zu Verwandten nach Bremen. Am Donnerstag feierten gut 35 Wegbegleiter mit ihr diesen Abschied im Kapitelsaal des Klosters.

Fast zwei Jahrzehnte gehörten Christa Schwede und die Sommerkonzerte untrennbar zusammen. Dabei knüpfte sie nahtlos an das Wirken der früheren Äbtissin Ingeborg-Maria Freiin von Werthern an. Diese hatte die Konzertreihe vor 35 Jahren ins Leben gerufen.

„Christa Schwede hat eine Unmenge an Kontakten aufgebaut und sehr viel Liebe in diese Musikreihe gesteckt“, sagte Äbtissin Friederike Rupprecht in ihrer Dankesrede. Dabei umriss sie Schwede als „unbeugsam, sehr kommunikativ und immer guten Mutes.“

Die Diakonissen sangen zum Abschied das Lied vom Friedenshort

Die Diakonissen sangen zum Abschied das Lied vom Friedenshort.

Quelle: Christamaria Ruch

Sie gab ihr Wissen an Kirchen- und Ortsgeschichte an Mitarbeiter im Kloster weiter. „Diese Schulungen lagen ihr am Herzen und sie war dabei sehr geachtet.“ Christa Schwede stammt aus Schlesien. Flucht und Vertreibung führten sie und ihre Familie 1945 in die Region Wittstock. Wegen ihrer Zugehörigkeit zur Kirche musste sie die Schule vorzeitig verlassen. Dann folgte der Umzug nach Bremen, wo sie das Abitur ablegte. Lehramtsstudium und langjährige Arbeit als Lehrerin in Düren bei Köln schlossen sich an. 1995 kam sie nach Heiligengrabe. Schon früher bestand eine enge Verbindung zur damaligen Äbtissin von Werthern - sie hatte Christa Schwede einst konfirmiert. Nach dem Tod von Wertherns im Jahre 1996 und bis zum Antritt von Friederike Rupprecht im Jahre 2001 übernahm Christa Schwede viele dieser Amtsaufgaben. „Ohne Christa Schwede wäre es damals in dieser Zwischenzeit hier nicht weiter gegangen“, so Rupprecht. Daneben war Schwede im Gemeindekirchenrat tätig und sang in der Wittstocker Kantorei. Immer legte sie auch Wert auf den Konvent der Stiftsfrauen. Für sie war „das die Seele der Sache im Kloster.“ Im Mai 1996 wurde sie in das Amt der Stiftsfrau eingeführt. Da nun keine offizielle Entpflichtung aus diesem Status erfolgte, entschied Rupprecht: „Zukünftig heißt Christa Schwede Stiftsfrau a. D. (außer Dienst).“ Auch andere Wegbegleiter wie Ortspfarrer Mario Friedrich, Barbara Nürnberg als neue Organisatorin der Sommerkonzerte oder Konventualin Elisabeth Hackstein würdigten, „welche Kraft der Leidenschaft“ Christa Schwede bei ihrer Arbeit im Kloster zeigte. Die verbliebenen Diakonissen vom Friedenshort reihten sich mit ein und sangen ein Abschiedslied.

Von Christamaria Ruch

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