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Klostergarten: Kyritzer lehnen Bebauung ab

Eindeutiges Ja beim Bürgerentscheid Klostergarten: Kyritzer lehnen Bebauung ab

Es ist entschieden: Der Klostergarten in Kyritz soll nicht bebaut werden. Beim Bürgerentscheid am Sonntag sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer dagegen aus. Von den 2931 Abstimmenden waren 2368 für die Aufhebung des umstrittenen Beschlusses der Stadtverordneten von Anfang des Jahres. Das sind 81,4 Prozent.

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Mitglieder der Bürgerinitiative waren im Wahlvorstand und halfen bei der Auszählung.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Die Kyritzer haben entschieden: Der Klostergarten soll nicht bebaut werden. Die Mehrheit der Teilnehmer des Bürgerentscheids sprach sich am Sonntag dagegen aus. Von den 2931 Abstimmenden votierten 2368 (81,4 Prozent) für die Aufhebung des umstrittenen Beschlusses der Stadtverordneten von Anfang des Jahres.

Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet. Die Bürgerinitiative „Rettet den Klostergarten“ hatte sich im Café Schröder versammelt, um das Abstimmungsergebnis abzuwarten. Sprecher Heinz Drewin sagte: „Wir sind erleichtert. Die Bürger haben eine demokratische Entscheidung getroffen.“

Für Bürgermeisterin Nora Görke ist es ein eindeutiges Ergebnis. Es wird bereits ab Montag Thema in den Fachausschüssen sein. Görke geht davon aus, dass man auch ohne weitere Bebauung zu einem „Kulturzentrum Klostergarten“ kommen kann.

Beim Bürgerentscheid war folgende sinngemäße Frage mit Ja oder Nein zu beantworten: Sind Sie für die Aufhebung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom Anfang des Jahres? Darin geht es um die Neugestaltung des Klostergartens unter anderem mit der Sanierung des Klausurflügels und Neubauten. Diese werden von den Gegnern, der Bürgerinitiative, kritisch gesehen. Sie fürchten unter anderem, dass der Gartencharakter der Anlage verloren geht. Außerdem gibt es Kritik an den Kosten für die Umgestaltung und die spätere Unterhaltung des Geländes. Die Befürworter sehen den Garten und das Areal drumherum künftig als Kulturzentrum in der Stadt, mit einer optimalen Lage und einem hohen architektonischen Anspruch.

Um 8 Uhr gab der erste Wahlberechtigte seine Stimme ab

Ins Abstimmungslokal Stadtbibliothek, das mitten in der Innenstadt und nahe des Klostergartens liegt, war bereits um 8 Uhr der erste Wahlberechtigte gekommen, um seine Stimme abzugeben. Wahlvorsteherin Silka Laue erwartete zusammen mit Doreen Wolf und Erik Tietke aus dem Rathaus dort bis 13 Uhr Wähler. Bis 11 Uhr wurden dort etwa 130 Stimmberechtigte gezählt, die ihr Kreuz machten. 966 Kyritzer waren aufgerufen, in der Bibliothek abzustimmen.

In der Stadt und ihren Ortsteilen waren am Sonntag insgesamt 7979 Bürger aufgerufen, sich am Bürgerentscheid zu beteiligen. Bis zum 5. November waren 596 Briefwahlunterlagen herausgegeben oder versendet worden, war im Vorfeld aus dem Rathaus zu erfahren. Wahlleiterin Veronika Lausch sagte, dass die Briefe den einzelnen Stimmbezirken zugeordnet wurden. Nachdem die Gültigkeit der Wahlbriefe festgestellt worden war, erfolgte deren Auszählung zusammen mit den Stimmzetteln der Urnenwahl in den jeweiligen Stimmbezirken. Veronika Lausch lobte das große ehrenamtliche Engagement bei der Besetzung der Wahllokale besonders in den Ortsteilen. Die Auszählung in den Wahllokalen war schließlich öffentlich. Personen, die nicht zum Wahlvorstand gehören, waren dabei jedoch nur Zuschauer.

Am Sonntagvormittag machte ein Kamerateam vom Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) in Kyritz Halt. Reporterin Ulrike Nagel traf sich mit Vertretern der Bürgerinitiative, aber auch mit Bürgermeisterin Nora Görke, und hörte sich die Standpunkte beider Seiten an. Gedreht wurde zudem im Klostergarten. Der RBB hatte mehrfach aus Kyritz und über die Diskussion zum Klostergarten berichtet. „Jetzt wollen wir auch sagen, wie sie ausgegangen ist und die Geschichte zu Ende erzählen“, so Reporterin Ulrike Nagel.

Von Sandra Bels

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