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Ostprignitz-Ruppin Klosterviertel vor Sparentscheidung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Klosterviertel vor Sparentscheidung
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00:19 02.02.2018
Die Abrissarbeiten an der ehemaligen Wäscherei im Klosterviertel laufen. Das Dach ist schon fast weg. Quelle: Gina Wiesner
Kyritz

Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht: Die jetzt vorliegenden genaueren Kostenvoranschläge für das Kyritzer Klosterviertel liegen spürbar über den groben Schätzungen des Vorjahres. Damals veranschlagten die Planer 7,1 Millionen Euro für die Sanierung des historischen Klausurflügels und der ehemaligen Brennerei sowie für den Neubau eines Veranstaltungsgebäudes, von Sanitäranlagen, Verbindungselementen und ähnlichem. Inzwischen konnte das präzisiert werden – vor allem für die Brennerei und das Gelände der ehemaligen Wäscherei, über deren genauen Zustand lange Zeit nur wenig bekannt war. Im Zuge des Planungsfortschritts kommen die Experten nun auf Kosten von rund 8,84 Millionen Euro – falls die Stadtverordneten an der vor einem Jahr beschlossenen Bauvariante festhalten wollen.

Eben diese Frage stellt das Rathaus den Lokalpolitikern jetzt: Wollen sie am ursprünglichen Plan fürs Klosterviertel festhalten oder doch aus Kostengründen Abstriche machen?

Die Spielräume sind nur gering

Wirklich groß sind die Spielräume allerdings nicht. Der Klausurflügel soll auf jeden Fall saniert werden (2,23 Millionen Euro). Für eine sinnvolle Nutzung gelten auch der Veranstaltungsneubau (1,56 Millionen Euro) und der Verbinder zwischen beiden Gebäuden (704 000 Euro) als unverzichtbar. Um die Sanierung der Stadtmauer (520 000 Euro), der Klosterpforte (49 000 Euro) und des Fachwerkhauses Johann-Sebastian-Bach-Straße 8 (290 000 Euro) kommt man ebenfalls kaum herum.

Echte Einsparungen, so die Stadtverwaltung und die Planer, ließen sich nur durch Verzicht auf Gebäudeteile erreichen. So stellen sie nun den Verbindungsbau zwischen Brennerei und Veranstaltungsgebäude (500 000 Euro) sowie das Dachgeschoss der Brennerei zur Disposition. Der Verzicht auf die Anhebung des Brennereidaches würde demzufolge aber nur rund 90 000 Euro sparen. Denn erneuert werden muss das Dach so oder so komplett. Mit dem Verbinder würde auch der Platz für Wechselausstellungen wegfallen.

Der Wirtschaftsausschuss stimmte für die Maximalvariante

Vier Varianten stehen damit aktuell zur Auswahl: die komplette für 8,84 Millionen Euro, die verbinderlose für 8,37 Millionen, die ohne voll nutzbares Dachgeschoss in der Brennerei für 8,75 Millionen und die minimale (ohne Verbinder und Dachgeschoss) für 8,28 Millionen Euro.

Der Wirtschaftsausschuss empfahl am Montag mit drei Ja- und zwei Gegenstimmen die Maximalvariante, die zwar am teuersten sei, aber auch die meisten Perspektiven offen halte. Man müsse trotzdem sparsam mit dem vielen Geld umgehen, das für das Unterfangen notwendig ist, betonte Bürgermeisterin Nora Görke. Der Kyritzer Eigenanteil an dem Vorhaben beträgt bei dieser Variante 1,62 Millionen Euro und liegt damit um 340 000 Euro über den ursprünglichen Schätzungen.

Endgültige Entscheidung fällt am 28. Februar

„Wir reden schon so lange über den Umbau des Klosters, aber es ist immer noch nichts passiert. Lasst uns jetzt endlich anfangen“, forderte Rolf Eggeling, der als sachkundiger Einwohner anwesend war. Die simmberechtigten Ausschussmitglieder sahen das offenbar ähnlich.

Am Donnerstag (18.30 Uhr im Ratssaal) wird sich auch der Bauausschuss mit dem Thema befassen. Die endgültige Entscheidung soll bei der Stadtverordnetensitzung am 28. Februar fallen.

Von Gina Wiesner und Alexander Beckmann

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