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Ostprignitz-Ruppin Knesebeck setzt Schranken vor die Waldwege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Knesebeck setzt Schranken vor die Waldwege
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19:02 24.07.2013
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Karwe

Wer mit dem Fahrrad oder zu Pferd zwischen Altfriesack, Pabstthum und Radensleben in den Wald will, muss absteigen. Hölzerne Schranken versperren den Zugang zu allen Waldwegen des zu Karwe gehörenden Forstes. Anwohner aus Karwe und Pabstthum ärgern und wundern sich: Gab es da nicht ein Gesetz, wonach Waldwege im Land Brandenburg offen und frei zugänglich sein müssen – auch mit dem Pferdewagen?

Das gab es, sagt Freiherr Krafft von dem Knesebeck, dem ein großer Teil des Waldes gehört. Waldbesitzer wurden verpflichtet, alle Schranken an Waldwegen offenstehen zu lassen. Seitdem seien immer mehr Autos in den Wald gefahren und immer mehr Müll dort abgekippt worden. Deshalb sei das Gesetz vor vier Jahren geändert worden. Seitdem sind auch Schranken an Waldwegen erlaubt, solange sie nicht abgeschlossen werden.

Knesebeck möchte damit wieder Ruhe in seinen Forst bringen – schließlich sei das Waldstück das einzige große Rückzugsgebiet für Wildtiere zwischen dem Bützsee und den großen Agrarflächen bei Radensleben und Wall. Geschlossenen Wald gibt es denn erst wieder hinter Rüthnick.

„Autos fahren in massiver Form in den Wald“, sagt der Freiherr. Erst vor Kurzem habe er gesehen, wie Leute mit dem Auto Pilze gesammelt haben. „Die fahren langsam durch den Wald und steigen gar nicht mehr aus, bis sie einen Pilz sehen.“ Auch bei Liebespaaren scheint der Karwer Wald sehr beliebt zu sein – vor allem bei solchen, die zu Hause vielleicht noch einen Ehepartner haben, denn „die kommen immer mit zwei Autos“, hat Krafft von dem Knesebeck beobachtet. Golfer auf dem Weg nach Wall würden sich den Umweg über Pabstthum sparen und die Abkürzung entlang der Bahnschienen fahren, ebenso Touristen, die vom Altfriesacker Fischer zum Bützsee wollen.

Deshalb hat der Waldbesitzer seinen Jagdaufseher gebeten, die Schranken aufzustellen. „Man kann sie leicht von Hand öffnen und mit dem Pferdegespann hindurchfahren“, sagt er. Auch Reiter und Fahrradfahrer dürften selbstverständlich die Schranken öffnen und die Waldwege benutzen. Kraft von dem Knesebeck räumt ein, dass Jäger oft die meiste Unruhe in den Wald bringen: „Die brettern da nachts um 3, 4Uhr mit ihren Autos durch, als Abkürzung zum eigenen Revier, und machen hinter sich nicht mal die Schranke zu.“

Annett Engelmann vom Forstamt in Alt Ruppin bestätigt auf MAZ-Anfrage, dass Schranken an Waldwegen rechtens sind. „Wenn sie nicht abgeschlossen sind, stellen sie keine Sperrung dar.“ Und Jäger dürften mit dem Auto in den Wald fahren, weil sie anders das geschossene Wild – insbesondere Wildschweine – gar nicht abtransportieren könnten, so die amtierende Leiterin des Forstamtes.

Beim Reiterhof und beim Reit- und Fahrverein in Radensleben sieht man offenbar keine Probleme, wie eine MAZ-Anfrage ergab. „Die Schranken stören uns nicht. Die Reiter kommen da seitlich vorbei“, hieß es. Die Absperrung sei gar nicht schlecht, wenn man sieht, wer da alles trotz Brandgefahr mit dem Auto in den Wald hineinfährt und Müll ablädt.

Berge von Schutt und jede Menge Gartenabfälle entlang der Wege beklagt auch der Waldbesitzer von dem Knesebeck. „Darüber müssten Sie mal schreiben!“

Von Christian Kranz

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